BESUCH Landskronschüler blicken in die Arbeit der Bauunternehmung Gemünden

Von Siegfried Orzeszko

OPPENHEIM/INGELHEIM. Sieben Schüler aus den siebten und achten Klassen der Landskronschule Oppenheim, einer Förderschule mit den Förderschwerpunkten Lernen, Ganzheitliche Entwicklung und Sprache, haben im Rahmen von „Schüler lesen Zeitung“ bei der Bauunternehmung Gemünden hinter die Kulissen geschaut. Begleitet von Christa Kölsch-Heck und Eric Markschat sind sie angetreten, um an einem Maurer-Workshop teilzunehmen. „Sie sollen mal sehen, was man alles tun muss, um ein Stück Wand mauern zu können“, erklärt Geschäftsführer Markus Allendorf, „was man vorbereiten muss und wie es dann ist, wenn man da draußen den Stein auch wirklich in die Hand nimmt“.

Berufe-Schnitzeljagd durch das Firmengelände

Gemünden gehört zu den Partnern des Projektes „Schüler lesen Zeitung“. Eine Initiative der Verlagsgruppe Rhein Main, in der auch diese Zeitung erscheint. Die Firma hat sich einiges ausgedacht, um die Schüler zu unterstützen, etwa mit einem Besuch auf der Baustelle, einem Schnupperkurs im Maurerhandwerk oder der Berufe- Schnitzeljagd durch das Firmengelände. Im theoretischen Teil des Workshops erfahren die Besucher heute von Carolin Hahn, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit, und Markus Allendorf Wissenswertes über die Firma sowie darüber, mit welchen Materialien und Maschinen die Maurer arbeiten, welche körperlichen und geistigen Voraussetzungen sie erfüllen müssen, was die Aufgaben eines Poliers sind und woran ein Bauleiter alles denken muss. Weiter geht es auf dem Werkhof zum praktischen Teil – der natürlich nur mit gelbem Bauhelm steigen kann. Spannend finden es die Besucher, was es auf dem großen Lagerplatz alles zu sehen gibt. Allendorf erklärt und erklärt. Stromkästen, Untendreher-, Obendreher-, Portal-Kräne. Danach geht’s ins „Leitern-Krankenhaus“, in die Werkstatt, zu Alt- Bauholz-Schredder, Holzschnitzellager und zum großen Heizkessel. Christopher Etzler, einer der rund 230 Maurer der Firma, erwartete die Gruppe schon. Eine Steinreihe hat er bereits vorgemauert. Allendorf – „Rechnen muss ein Maurer können!“ – kalkuliert vorab mit den Schülern die erforderliche Anzahl an Steinen und die Mörtelmenge. Dann darf endlich jeder, auch die Lehrer, stolz seinen Stein mit Kelle und Mörtel einmauern. Workshopziel erfolgreich erreicht.