Sparkassen-Chef lobt „Schüler lesen Zeitung“

Wie beurteilen sie die bisher gelaufene Phase von „Schüler lesen Zeitung“ an den Grundschulen?
Mann: Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden. Junge Leute sollten möglichst früh für das Lesen begeistert werden – ich denke, das ist in einigen Fällen gelungen. Viele der Schüler besuchten auch die Führungen durch die Sparkasse und stellten interessierte Fragen.
Jetzt liegt der Fokus des Projekts auf den Klassenstufen acht bis zehn. Meinen Sie, man kann die Jugendlichen heutzutage noch zum Zeitunglesen motivieren?
Mann: Das muss unser Ziel sein. Ich denke, es wird viel zu wenig gelesen. Dabei ist es heute – nicht zuletzt auch durch das Internet – einfach, an Informationen zu gelangen. Es fällt mir bei den mündlichen Prüfungen auf, die bei uns im Rahmen der Bewerbung um eine Ausbildungsstelle gefordert werden. Vielen Bewerbern fehlt es an Allgemeinbildung und Wissen um das Geschehen in ihrer Stadt, das sie aus der Zeitung bekommen könnten.
Warum ist ihnen als Unternehmen Allgemeinbildung so wichtig?
Mann: Wir möchten gut informierte Mitarbeiter. Gerade im Vertriebsbereich ist es wichtig, dass man in der Lage ist, auch abseits der reinen Service-Information ein Gespräch mit dem Kunden zu führen. Das geht nur, wenn man sich auf dem Laufenden hält. Und Wissen erlangt man durch Lesen. Deshalb unterstützen wir „Schüler lesen Zeitung“.
Bietet die Sparkasse ähnlich wie schon bei den Grundschulen auch für die Jugendlichen wieder ein besonderes Programm?
Mann: Ja, wir werden wieder Führungen durch unser Unternehmen anbieten. Wir hoffen natürlich auch darauf, durch das Projekt gute und informierte junge Leute zu erreichen und für eine Ausbildung bei uns gewinnen zu können.
Das Gespräch führte
Martin Recktenwald