Ein Jahr nach der Flutkatastrophe in Südostasien: Katastophe nach der Katastrophe verhindert

Ein Jahr ist nach der verheerenden Flutkatastrophe in Asien vergangen. Dort, wo Trümmer und Leichen lagen, gehen heute wieder Kinder zur Schule oder Erwachsene zur Arbeit. Dank der Unterstützung aus aller Welt starb kein Kind an Seuchen oder Mangelernährung.
Doch auch jetzt leben in den Tsunami-Gebieten in Indonesien, Sri Lanka und Indien Menschen, zum größten Teil Kinder und Jugendliche, in total überfüllten und unhygienischen Baracken oder Zelten. Nahrung, Trinkwasser und ärztliche Hilfe kommen weiterhin ausreichend von außerhalb, da die Menschen dort in der Regel ihre Einkommensmöglichkeiten verloren haben. Der Wiederaufbau von Straßen, Brücken und Häusern, kommt aber nur schwerlich voran.
Durch die weltweite Hilfsbereitschaft wurde zwar eine Katastrophe nach der Katastrophe verhindert, doch laut Dietrich Garlichs (Geschäftsführer von Unicef) liegt die größte Herausforderung des Wiederaufbaus noch größtenteils vor uns.
„Der Wiederaufbau wird noch Jahre dauern und es ist drauf zu achten, dass die Notwendigkeit der raschen Hilfe nicht auf Kosten dauerhafter Lösungen für die Bevölkerung geht“, sagte Gianfranco Rotigliano, Leiter von Unicef Indonesien, in Berlin.
Marlon Sirowitzki (17) und Thomas Märker (16), Friedrich-List-Schule, Wiesbaden.