AZ-Redakteurin vermittelt Neuntklässlern der Regionalen Schule Einblicke in ihre Arbeit

Von
Anke Gersie
NIEDER-OLM Keiner kennt Peter Gabriel. Zumindest keiner in der Klasse 9a der Regionalen Schule. So gesehen geht der Aufmacher der AZ-Lokalseite, die sie an diesem Unterrichtsmorgen zusammen mit Redakteurin Kirsten Strasser diskutieren, völlig an ihnen vorbei. Und dabei hat die Meldung, dass der Weltstar nach Mainz kommt, glatt den Bericht über Hortplätze von der Seite geschmissen.
Die Jugendlichen interessieren sich eher für Neues von Lisa Bund weiter unten auf der Seite. Und wissen schon, dass dieser etwas schlechtere Erscheinungsplatz Folge der seit Wochen laufenden Berichterstattung über den angehenden Superstar ist.
Weitere Einblicke in die Arbeit einer Redakteurin und die Art, wie Artikel verfasst werden sollten, erfahren die Schülerinnen und Schüler von Kirsten Strasser. Sie ist, begleitet von einem Fotografen, im Rahmen der Aktion „Schüler lesen Zeitung“ vor Ort.
Klassenlehrerin Petra Bock berichtet von mehreren Projekten, die sie mit ihren Schülern zum Thema Journalismus gestartet hat. Als nächstes steht eine Berichterstattung über ein Bewerbungstraining der Klasse an. „Lockert euren Bericht mit vielen Zitaten und Namen auf“, rät Kirsten Strasser. Wichtig sei außerdem ein prägnanter erster Satz, um den Leser zu fesseln. Die „Jungredakteure“ wollen für ihren Artikel den Reportagestil wählen. „Ich glaube, es ist interessanter, wenn man schreibt, wie so ein Training ankommt“, überlegt Anna, und David präferiert einen Mix aus Informationen und Meinung. Dann erfahren die Jugendlichen, wie wichtig gute Fotos sind. Schließlich lesen viele von ihnen einen Artikel nur, wenn das dazugehörige Foto sie anspricht.
Technische Fragen werden auch geklärt. „Findet das Layouten am Computer statt“, will Christian wissen, was die AZ-Redakteurin bestätigt und von der rasanten Entwicklung in der Zeitungsproduktion berichtet. Dann erfährt die Klasse noch, dass für die Teilnehmer von „Schüler lesen Zeitung“ ein Artikelwettbewerb zum Thema Gewalt und Gewaltprävention ausgelobt ist.