SCHÜLER LESEN ZEITUNG Die Klasse 7c der Wilhelm-Leuschner-Schule besucht Baustelle in Drais

Von Björn Schneider

KOSTHEIM. Es wurde schon fleißig gebohrt, gehämmert und gesägt, als die Klasse 7c der Wilhelm-Leuschner-Schule (IGS) auf der Baustelle in Mainz-Drais ankam. Im Rahmen des Projekts „Schüler lesen Zeitung“ besuchten die Jugendlichen am Donnerstag das Gelände in der Seminarstraße, auf dem gerade zwei Doppelhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Die erste Frage, die Markus Allendorf, Geschäftsführer der Baufirma, an die Jugendlichen richtete, hatte dann auch gleich etwas mit dem Thema „Zeitung“ zu tun. „Wer hat heute Morgen schon in die Zeitung geschaut?“, fragte Allendorf in die Runde. Mit dieser Frage hatten die Schüler vermutlich nicht gerechnet. Schließlich geht es beim Leseprojekt dieser Zeitung auch darum, geschriebene journalistische Texte zu verstehen. Ziel ist es, die Lese- und Medienkompetenz der Schüler in der Region gezielt zu fördern und weiterzuentwickeln.

Der gelbe Helm ist für jeden Pflicht

 Tatkräftig zur Seite stehen der Zeitung Partner aus Wirtschaft und Dienstleistung, die bei „Schüler lesen Zeitung“ mitwirken. Die Ingelheimer Baufirma „Gemünden“, die im März mit dem Bau der Häuser in Drais begonnen hat, ist schon seit vielen Jahren dabei. Durch das Projekt bekommen die Jugendlichen nicht nur Einblicke in Berufe und Unternehmen. Auch das selbstständige Verfassen von Berichten steht auf dem Plan. Einen solchen Bericht werden die Schüler auch über ihren Besuch auf der Baustelle schreiben, wie Fatma Gülay, Klassenleiterin, erklärte. Zunächst wurde auf der Baustelle für die Sicherheit der Besucher aus Kostheim gesorgt. Denn dort ist eines absolute Pflicht: der Helm. Einen riesigen Karton voller gelber Helme hatte der Baustellenleiter schon bereitgestellt. „Den Helm braucht man nicht, weil von oben etwas herunterfallen könnte, sondern damit ihr mit dem Kopf nirgends dagegen rennt“, so Allendorf, der schon rund zehn Baustellenführungen mit Schulklassen gemacht hat. Zunächst erklärte er den Schülern, wie der Betrieb auf einer Baustelle organisiert ist. Wie ist der genaue Ablauf? Womit fängt man an? Wer arbeitet alles auf einer Baustelle? Die Schüler lauschten Allendorf aufmerksam. Besonders gut kam bei ihnen die riesige Baugrube im hinteren Teil der Baustelle an. Unmittelbar davor stand ein Bagger, nicht weit davon entfernt ein großer weißer Lkw. „Wie entsteht eigentlich eine Baugrube und wie kommt der Lkw überhaupt hier rein?“. Das seien Fragen, so Allendorf, um die es hier gehe. Allendorf hoffe, wie er im Vorfeld der Führung sagte, dass er den einen oder anderen Schüler vielleicht für eine Ausbildung in der Branche begeistern könne. „Vielleicht im kaufmännischen Bereich oder auch als Maurer“, meinte der Geschäftsführer. Im weiteren Verlauf der Führung ging es dann noch um die Themen „Rohbau“, „Mauerwerk“ oder „Tiefgarage“.