Redakteur Dieter Oberhollenzer stellt sich bei „Schüler lesen Zeitung“ wissbegierigen Pennälern

Von
Stefanie Jung
BODENHEIM „Warum hat die Zeitung unten Löcher?“, Woher kommt der Name AZ“ und „Wie erfahren Sie überhaupt, wo etwas passiert?“, sind nur einige von vielen Fragen, denen sich AZ-Redakteur Dieter Oberhollenzer vor der Klasse 3a der Bodenheimer Grundschule gestellt hat. Die Schüler nahmen an dem von der AZ in Kooperation mit der Agentur Promedia durchgeführten Projekt „Schüler lesen Zeitung“ teil.
Zwei Wochen lang beschäftigten sich die Dritt- und Viertklässler der Grundschule in allen Bereichen des Unterrichts mit dem Medium Tageszeitung. Und wer schon einmal kniffelige Textaufgaben rund um die im Druckhaus verwendeten dicken Papierrollen gelöst hat, der lässt sich natürlich für den Besuch eines waschechten „Kollegen“ ganz besondere Fragen einfallen. Doch ausgestattet mit einem dicken Buch über die Geschichte der im Jahr 1850 gegründeten Zeitung und einer Broschüre mit Zahlen und Fakten über die Verlagsgruppe Rhein Main, waren selbst schwierige Detailfragen der wissensdurstigen Mini-Journalisten schnell und genau beantwortet.
„Für die Zeitung wird manchmal ein Baum gefällt“, zeigte sich Henrik sensibel für den Umweltschutz. Damit das nicht so oft vorkommt, wurden im Verlauf der Projektwoche nicht mehr benötigte Zeitungen zum Altpapier gegeben und so in die richtige Bahn für ein umweltschonendes Recycling gelenkt, erinnerte Klassenleiterin Elisabeth Kimmel den Neunjährigen.
„Arbeitet ihr auch in den Ferien?“, zeigte sich Chris interessiert, ob die nahenden Herbstferien außer für Schüler und Lehrer auch für AZ-Redakteure gelten. „Natürlich, denn auch dann wollen eure Eltern ja eine Zeitung haben“, hieß die Antwort Dieter Oberhollenzers, der seit 20 Jahren für das Zeitungshaus tätig ist.
Und als Fabian wissen wollte, „warum die Zeitung am Wochenende denn mehr kostet, als an anderen Tagen“, kam Klassenkamerad Alexander dem Redakteur mit der Antwort zuvor, denn: „Da steht natürlich viel mehr drin, wie Stellen- und Autoanzeigen“, wusste er.
Das Resümee von Klassenlehrerin Elisabeth Kimmel fiel nach 14 Tagen Arbeit mit der Zeitung positiv aus: „Es hat einfach in so viele Bereiche hineingepasst, dass die tägliche Arbeit damit überhaupt kein Problem war“, erklärte sie das Projekt nach den Herbstferien keineswegs für beendet. Im Kunstunterricht sind noch Collagen mit Zeitungspapier geplant, ein Klassenausflug wird sich rund um das Thema drehen. Denn: „Ich hoffe noch darauf, nach den Ferien einen Termin mit der Klasse in der Zeitungsausstellung des Gutenberg-Museums zu erhalten.“
Weitere Infos auf www.schueler-lesen-zeitung.de.