Heuss-Grundschüler fragen Ingelheimer AZ-Redakteurin über das Zeitungmachen aus

Ein fröhliches „Guten Morgen“ schallte AZ-Redakteurin Helena Sender-Petry am Freitagmorgen entgegen – und das machte Laune. Die Mädchen und Jungs der 4 b konnten es gar nicht abwarten, ihre Fragen, die sie zuvor mit Klassenlehrerin Elisabeth Kimmel erarbeitet hatten, zu stellen. Kaum startete dieser Unterricht der etwas anderen Art, schnellten kleine Hände in die Höhe, um endlich alles zu erfahren, was das Zeitungmachen im Allgemeinen und die Arbeit eines Redakteurs im Besonderen betrifft.
Überall auf den Tischen lag die Allgemeine Zeitung, denn seit dem 16. Februar nehmen auch die Heuss-Schüler an dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“ teil, das an 20 Grundschulen zwischen Ingelheim und Kirn durchgeführt wird und von der Agentur „Promedia“ pädagogisch und organisatorisch betreut wird.
Dass die Lokal-Journalistin weder Michael Jackson noch Rihanna interviewt hat, die Stars und Sternchen selbst nur aus der Zeitung und dem Fernseher kennt, enttäuschte die Kinder dann doch ein bisschen. Doch woher kommen dann die Bilder und Texte, wenn kein AZ-Redakteur vor Ort war? Was eine Agentur ist und wie sie arbeitet wurde erklärt und verstanden. Doch wieso war der Gast noch nie bei einem Formel 1-Rennen? Nun war es Zeit, die verschiedenen Ressorts einer Tageszeitung aufzudröseln – von Lokales über Sport bis Wirtschaft und Kultur.
Fragen über Fragen, darunter die: Doch was tut ein Redakteur, eine Redakteurin den ganzen Tag? Wie viele Stunden muss gearbeitet werden? Wie viel verdient ein Redakteur? Welche Ausbildung braucht man? Muss man alles können? Wer fotografiert, wer schreibt? Was passiert, wenn man Fehler macht? Wissen wollten die Mädchen und Jungs auch, ob der Redakteurin ihre Arbeit Spaß macht und „ob dieser Beruf leicht ist“. Dass es manchmal ganz schön anstrengend sein kann, immer wieder neue Geschichten aus Ingelheim aufzuspüren, räumte Helena Sender-Petry schon ein. Besonders dann, wenn das politische und gesellschaftliche Leben gerade Tiefschlaf hält, müssen die Journalisten mit besonders wachem Blick durch die Stadt gehen und ein gutes Gespür für spannende Themen haben, damit eine interessante Zeitung von Montag bis Samstag im Briefkasten steckt.
Die Zeit verging wie im Flug – kein Wunder, bei solch aufgeweckten Schülerinnen und Schülern. Besonders freute sich die AZ-Redakteurin über den „Zeitungs-Song“, den die Kinder eigens für diesen Tag einstudiert hatten. Denn: „Alle Kinder wollen lesen, was denn gestern ist gewesen, in der AZ wird es täglich recherchiert, was in aller Welt passiert.“