AUSFLUG Viertklässler lernen im Museum der Weltkulturen in Frankfurt fremde Bräuche kennen

WIESBADEN. Am 7 Juni waren Europawahlen, bei denen die Erwachsenen ein europäisches Parlament wählten. An der Blücherschule ist Europa und das Miteinander von Kindern aus vielen europäischen und auch anderen Ländern alltäglich, denn die Blücherschule ist Europaschule.
Andere Kulturen
Während der Europa-Woche, die in diesem Jahr vom 4. bis 10. Mai war, finden immer besondere Aktivitäten statt. Am Mittwoch, 6. Mai, gab es ein Treffen der acht hessischen Europaschulen in Frankfurt. Aus jeder Schule wurden aus den vierten Klassen jeweils zwei Kinder ausgewählt, die daran teilnehmen durften. Das Ziel war, mit anderen zusammenzuarbeiten und andere Kulturen kennenzulernen.
Im Museum der Weltkulturen gab es drei verschiedene Workshops mit einem praktischen und einem theoretischen Teil zu den Themen „Nordamerikanische Indianer“, „Reisen und Entdecken“ und „Bilder des Orients“. Jeder durfte sich einen Kurs auswählen.
In der Gruppe „Bilder des Orients“ wurden als erstes Bilder gemalt: rund, eckig und geometrische Muster. Diese Bilder durften mit nach Hause genommen werden. Danach gab es eine Führung im Museum. Man sah Fotos von orientalischen Städten und Dörfern und von Künstlern gemalte Bilder. Diese Bilder zeigten oft blutige und brutale Szenen, manche auch berühmte orientalische Helden.
Im Workshop „Reisen und Entdecken“ wurde im praktischen Kurs gezeigt, wie man Erdfarben herstellt und damit malt. Aus zerriebener Holzkohle, die mit Wasser oder Speichel angerührt wurde, entstand Schwarz. Lehmige Erde wurde zu verschiedenen Brauntönen, rote Erde zu Rot und Weiß wurde aus Kalk zum Beispiel aus Muscheln hergestellt. Mit diesen Farben durfte man selbst Masken- oder Musterbilder malen. In der anschließenden Führung ging es um Neuguinea. Es wurden Fotos von Forschern gezeigt, die die Region vor 50 Jahren erforschten.
Man erfuhr, dass in Neuguinea der Glaube herrschte, die verstorbenen Vorfahren würden noch im Dorf herum schweben und am Leben teilnehmen. Dort waren Männer und Frauen streng getrennt. Es gab ein Männerhaus und einen Wald, den nur die Frauen betreten durften. Das Essen war meistens der Sagofladen, der aus der Sagopalme hergestellt wurde. Übrigens: Im Haus durfte nur die Frau kochen. Falls der Mann doch einmal den Kochlöffel in die Hand nahm, gab es am nächsten Morgen nichts zu essen.
Zu schnell zu Ende
Leider war die Führung viel zu schnell zu Ende. Die Kinder aus der Blücherschule haben dann noch bei einem schönen Springbrunnen ein Picknick mit Mini-Muffins und Kuchen gemacht.
Djamila Hedjal und Tobias Beetz, Klasse 4b der Blücherschule