„Deoschnüffeln“ und „Pilotentest“: Von Drogen und ihren Gefahren

Sucht ist ein unwiderstehliches, wachsendes Verlangen nach bestimmten Gefühlen und Zuständen. Grundsätzlich kann jeder Mensch nach allem süchtig werden. Allerdings gibt es immer mehr Dinge, die immer mehr Menschen süchtig machen.
Ein altbekanntes Problem ist Alkohol. Viele Menschen versuchen, durch ihn ihre Sorgen zu ertränken. Alkopops verlocken durch die Tatsache, dass der Konsument nicht sofort die einschlagende Wirkung des Alkohols mitbekommt. Flatrate-Partys verführen durch den Preis, und auch das so genannte „Komasaufen“ kommt immer öfter vor.
Auch Drogen haben ihre Faszination nicht verloren. Sie haben eine starke Wirkung auf das zentrale Nervensystem und beeinflussen so Stimmungen, Verhalten, Wahrnehmung und das Denkvermögen. Allerdings schädigen sie physisch und psychisch und können durchaus neben den guten Gefühlen „Nebenwirkungen“ wie Halluzinationen und Ähnliches, aber auch den Tod hervorufen.
Im Gegensatz zu Drogen und Alkohol beeinflusst das Rauchen nicht die Persönlichkeit, sondern greift „nur“ den Körper, genauer die Lunge sowie das Gefäß- und das Nervensystem, an. Rund 40 Prozent der Erwachsenen rauchen, das Einstiegsalter liegt zwischen elf und 13 Jahren. Ursachen sind unter anderem Unsicherheit, Langeweile, Neugier, Stress und auch Genuss. Das alles kann allerdings auch in einer Bronchitis oder im Krebs enden.
Immer mehr verbreitet sind „Deo-Schnüffeln“ und „Pilotentest“. Das Gefährliche ist aber nicht nur das Risiko des Todes, sondern dass beides nicht unter Kontrolle steht. Beim „Deo-Schnüffeln“ atmet man die Gase des Deos, eines Feuerzeuges oder auch ein Lösungsmittel ein. Diese Gase sind schwerer als Luft, das heißt, man atmet vermehrt Sauerstoff aus und bekommt dadurch einen Sauerstoffmangel. Dies kann nach wenigen Minuten zum Tode führen. Die Folgen sind schwerwiegend: Kreislaufzusammenbrüche, Gehirnschäden und Koma. Das gefährlichste Spiel aber ist der „Pilotentest“, der besonders bei Jüngeren beliebt ist. Bei ihm setzt sich ein Kind in die Hocke, atmet schnell ein und aus, steht auf und hält die Luft an. Ein Mitspieler drückt ihm zusätzlich die Luft ab, sodass eine Ohnmacht eintritt.
Näheres im Internet unter www.praeventionstag.de.
Katja Schröter, Klasse 10a, Rheingauschule Geisenheim