Besprechung des Films „Mein Mörder kommt zurück“/Hauptdarsteller überzeugen/Bei der Musik scheiden sich die Geister

„Der Film „Mein Mörder kommt zurück“ unter der Regie von Andreas Senn wurde mit dem Publikumspreis und dem Sonderpreis für das beste Drehbuch von Norbert Eberlein beim Wiesbadener Krimi-Festival ausgezeichnet. Die Hauptrolle ist besetzt von Katharina Wackernagel, die ihrer Rolle als verängstigtes Opfer im Zeugenschutzprogramm sehr gerecht wird.
Tanja, später Vera, ist nämlich im Zeugenschutzprogramm, seit sie vor acht Jahren gegen eine Berliner Bande von Kriminellen vor Gericht ausgesagt hat. Auf sie wird, nachdem sie sich von ihrem Freund, dem Boss der Gang, getrennt hat, ein Mordanschlag verübt. Sie beginnt ein neues Leben in einem idyllischen Dorf, heiratet und hat einen Sohn. Alles scheint sich gut zu entwickeln, doch dann: Ihr früherer Freund wird freigelassen. Seitdem lebt sie in Angst vor ihm Nachdem sie im Internet eine Suchanzeige mit einem Foto von sich entdeckt und liest, dass ein Kopfgeld von 50000 Euro ausgesetzt ist, traut sie niemanden mehr.
Es kommt zu vielen Verwirrungen, wobei Vera sogar ihren Mann verdächtigt. Es steigert sich zum Höhepunkt, als ein Auftragskiller auf sie schießen will, aber von ihrem Mann totgeschlagen wird. Mit ihren Freunden aus dem idyllischen Dorf vertuschen sie den Mord.
Wir finden, dass der Inhalt spannend und interessant ist. Nicht nur die Schauspieler erfüllen ihre Rollen perfekt, auch die Kameraführung überzeugt. Am besten hat es uns gefallen, als Katharina Wackernagel unter der Plane auf dem LKW lag. Das war so gut gefilmt, dass man richtig das Gefühl hatte, mit unter der Plane zu stecken.
Über die Filmmusik gab es unterschiedliche Urteile: Einige Schüler fanden sie nicht immer zur Handlung passend. Zum Beispiel als Vera träumt, Marcus Steiner sei in ihrem Wohnzimmer und wolle sie gerade erschießen, da war die Musik eher fröhlich und erotisch als traurig und schlimm. Andere dagegen meinten, dass die Filmmusik die Gefühle der Darsteller sehr passend unterlegt habe. Auf jeden Fall ist der Film zu empfehlen. Er ist informativ und spannend. Schade, dass man ihn nicht auf DVD kaufen kann. Der gut gewählte Filmtitel hat nicht zu viel versprochen.“
Rebecca Heinzelmann, Daniel Brandt, Klasse 8a der Hildegardisschule Rüdesheim