Dalberg- und Neusatz-Grundschüler erfahren aus erster Hand, wie eine Zeitung entsteht

Von
Johannes Götzen
Die Aktion „Schüler lesen Zeitung“ ist die Bildungsoffensive der Verlagsgruppe Rhein Main und ihrer Partner Sparkasse Worms-Alzey-Ried, Boehringer Ingelheim und Norske Skog. Nach den „Großen“ der Klassen acht bis zehn waren in den vergangenen drei Wochen wieder Grundschüler der Klassen drei und vier an der Reihe. Täglich gab’s für die angemeldeten Klassen die WZ im Klassensatz, die Lehrer erhielten Unterrichtsmaterial von „Promedia“, das die Aktion pädagogisch und organisatorisch betreut. Mit der Bildungsoffensive soll erreicht werden, dass junge Menschen vom Grundschulalter an den kompetenten Umgang mit Medien und Informationen erlernen sowie die Fähigkeit erhalten, geschriebene Texte zu verstehen und zu produzieren – und auch Leseinteresse zu entwickeln.
Neugierig geworden waren zum Beispiel die vierten Klassen der Herrnsheimer Dalbergschule. „Wir würden gerne mehr über Ihren Beruf und die Entstehung einer Zeitung erfahren“, schrieben sie der WZ und fügten hinzu: „Viele Artikel haben wir schon gelesen und uns dabei gefragt, wer die denn alle schreibt.“ Tatsächlich passierte es just in der Zeit der Aktion „Schüler lesen Zeitung“, dass es in der Küche der Dalbergschule brannte und die Feuerwehr ausrückte. Am nächsten Tag staunten die Kinder nicht schlecht: „Wir konnten alle einen aktuellen Bericht darüber lesen. Wir würden gerne wissen, wie der Artikel in die Zeitung kam“, schrieben die Kinder der Klassen 4a, 4b und 4c. Na klar kam da ein Redakteur in die Schule und erklärte alles haarklein. Am Ende der Schulstunde hatte er gewissermaßen „Löcher im Bauch“, so viele Fragen hatten die Mädchen und Jungen. Jetzt hängt in der Redaktion ein großes Bild, das die Kinder als Dankeschön gemalt haben, natürlich mit allen Unterschriften darauf.
Wie die Wormser Zeitung Tag für Tag entsteht, wie Nachrichten und Bilder „ins Blatt“ kommen, vor allem, wer dort arbeitet – das alles wollten auch die 19 Schülerinnen und Schüler der 3a der Neusatz- Grundschule aus erster Hand erfahren.
Als WZ-Redakteur Roland Keth den Klassenraum mit Klassenlehrerin Silvia Dech betrat, staunte er nicht schlecht. Die 19 Drittklässler saßen im Stuhlkreis vor der Tafel, ohne Lehrer und trotzdem brav. Kein Schwamm flog durch die Gegend, kein Tohuwabohu – dafür erkennbar gespannte Freude auf den Gast. Nach einem kurzen Vortrag legten die Neusatzschüler los, eine Frage nach der anderen stellten die gut vorbereiteten, sehr interessierten und aufgeweckten Kinder – im Nu waren die 45 Minuten um.