Björn Fröhlich-Wagenbach erzählt von seiner Leidenschaft zum schnellsten Ballsport der Welt

HOFHEIM Björn Fröhlich-Wagenbach, 18, hat vor erst sieben Jahren mit dem Tischtennis angefangen, spielt nun schon Oberliga in Kriftel und ist ein Meister seines Fachs. Er erzählte mir von seinem Hobby. Meine erste Frage an Björn Fröhlich-Wagenbach war, wie lange er schon Tischtennis spielt. Nach einiger Zeit Grübeln war er sich sicher: „Seit sieben Jahren schon.“ Auf meine Frage, wie er zum Tischtennis kam antwortete er nach kurzem Überlegen: „In der Schule habe ich in den Pausen immer Tischtennis gespielt. Mein Kumpel und ich haben uns dann schon bald beim TV 1860 Hofheim angemeldet.“ 1999 fing er also in Hofheim an und spielte nach kurzer Zeit Hessenliga bei den Schülern und später dann auch bei der Jugend. Schon 2003 wechselte er nach Schwalbach, wo er dann bei den Herren Hessenliga spielte. Im Moment spiet er in Kriftel Oberliga und fühlt sich dort, aufgrund seiner tollen Mannschaft und der guten Stimmung bei seinen Spielen, wohl. „Die Stimmung in der Mannschaft passt einfach.“ Das antwortet er mir ohne Zögern auf die Frage, ob er sich in seinem jetzigen Verein, der TuS Kriftel, wohl fühlt und warum.
Da er schon von vielen anderen Vereinen Angebote bekommen hat, war ich neugierig wie lange er wohl noch in Kriftel spielen würde. Er war sich sicher die nächste Saison noch in Kriftel zu spielen. Danach könnte es sein, dass er wechselt, aber nur in Vereine, wo er in einer höheren Liga spielen könnte. Als ich fragte, ob er bei seinen Spielen als Jüngster in der Mannschaft unter Druck stehe, verneinte er entschlossen. „Weil ich an Nummer 2 im vorderen Paarkreuz spiele, hat kaum einer gedacht, dass ich überhaupt ein Spiel gewinne. Jetzt habe ich nach der Vorrunde eine Bilanz von 8:9. Alle waren sehr überrascht.“
Björn hatte schon viele große Erfolge. Er wurde schon Hessenmeister bei der Jugend, 3. bei den Süd-West-Deutschen Meisterschaften der Schüler-A und 10. bei den Top 16 der Jugend aus Deutschland.
Auf meine Frage, wie oft er in der Woche trainiert sagte er, dass er drei- bis viermal in der Woche trainiere. Ich fragte ihn, was an dem Training so effektiv sei, dass er so erfolgreich ist. „Weil ich in Frankfurt im Hessenkader bin, trainiere ich oft und hart. Dort sind viele Trainer, die auf jeden Einzelnen eingehen, auf sein Spiel und seine Technik achten. Vor allem ist das Training länger als normal – 2,5 Stunden. Außerdem trainiere ich dann noch gut in Kriftel.“
Ich dachte mir, dass man bei einem so harten Training nicht immer Spaß daran habe, doch Björn empfindet das anders. Er meinte ohne zu überlegen, dass er zwar zu Hause nicht immer Lust hätte, doch wenn er dann dort ist und den Schläger in der Hand hat, die Lust und der Spaß kommen.
Nach der Frage, wer sein Lieblingsspieler ist, war er erst unentschlossen, doch entschied sich dann sicher für Michael Maze, einen Spieler aus Dänemark, der schon das Europe Top 12 Turnier letztes Jahr gewann und ein attraktives Spiel hat, weswegen er ihn gut findet. Weil seine Mutter auch aus Dänemark kommt ist mag er ihn auch. Björns kleinerer Bruder Lars spielt auch Tischtennis, aber sonst aus seiner Familie niemand. Trotzdem unterstützen ihn alle. Auf meine Frage nach anderen Hobbys meinte er, dass er außer Tischtennis nichts regelmäßig macht. Weil er jetzt schon in der 12. Klasse ist, hat er kaum Zeit für noch mehr.
Ich war neugierig, ob er ein Ritual vor Turnieren oder einen Glücksbringer hat. Er lachte: „Vor meinen Turnieren esse ich immer viel. Einen Glücksbringer habe ich aber nicht.“ Er findet, dass vom Kopf her, während des Spiels, am Wichtigsten ist, dass man das Gefühl hat, schnell auf den Beinen zu sein. Ich fragte ihn, ob es einen Unterschied für ihn mache, gegen Freunde zu spielen. Er musste überlegen. Doch dann antwortet er: „Im Spiel selbst vergisst man das eigentlich recht schnell. Aber danach muss man das Spiel schnell abhaken. Aber ich spiele lieber gegen Fremde, als gegen Freunde.“ Ich wollte wissen, ob er weiß, wie lange er noch Tischtennis spielen will. „Solange es geht.“ Er hofft, dass es sich später einmal mit der Arbeit oder anderen Gründen trotzdem vereinbaren lässt und er noch lange Spaß an diesem Sport hat.
Zum Schluss fragte ich ihn, was seine nächsten Ziele sind. Er überlegte, was in nächster Zeit für Turniere oder Spiele anstehen und sagte entschlossen: „Ich bin für die Top 12 in Deutschland nur 1. Ersatzmann und hoffe, dass ich mitspielen darf. Wenn das der Fall ist will ich natürlich gut abschneiden. Einfach mein Bestes geben.“ Außerdem nimmt er sich vor, die Rückrunde positiv abzuschließen und vielleicht mit seiner Mannschaft 3. zu werden.
Ich wünsche Björn Fröhlich-Wagenbach viel Glück und Erfolg bei seinem Hobby und
hoffe, dass er seine Ziele erreicht.
Eileen Brunnhölzl, Klasse 8e der Main-Taunus-Schule, Hofheim