Grundschüler aus Marienborn wollen alles über Sport in der Allgemeinen Zeitung wissen

Von
Martin Recktenwald
Wer hat eigentlich die Zeitung erfunden? AZ-Sportchef Lutz Eberhard sagte den Schülern der vierten Klasse der Grundschule Marienborn, das war mit seiner Erfindung der Druckkunst wohl Johannes Gutenberg. Die Kinder erfuhren bei unserer Aktion „Schüler lesen Zeitung“ eine ganze Menge über die Produktion einer Tageszeitung und den Beruf des Journalisten.
Die Schüler zeigten sich interessiert – ihre Fragen waren durchaus kritisch. „Was gefällt Ihnen denn nicht an ihrem Beruf?“, wollten sie etwa wissen. Ein Nachteil sei, dass er als Redakteur häufig lange abends und am Wochenende arbeiten müsse, antwortete Eberhard. Gerade für einen Familienvater sei das mitunter nicht unproblematisch. Aber wichtige Sportveranstaltungen fänden nun einmal hauptsächlich an den Wochenenden und am Abend statt. „Der Vorteil ist, dass ich viel herumkomme und interessante Menschen kennen lerne“, ging Eberhard auf die Gegenfrage ein.
Auch eher technische Details beschäftigten die Schüler: „Was heißt eigentlich dieses dpa, das da vor den Texten steht?“ Die „Deutsche Presseagentur (dpa)“ liefert einen Teil der Artikel – gerade zu internationalen Themen – erfuhren sie. Bei den übrigen Texten gebe ein „Kürzel“ oder der Name des Zeitungsmitarbeiters den Hinweis auf den Verfasser.
„Wie viele Artikel schreiben sie denn am Tag?“, fragte ein weiterer Schüler. Das sei, so wie vieles beim Journalistenberuf, von Tag zu Tag sehr unterschiedlich, meinte der AZ-Sportredakteur. „Neben dem Schreiben gibt es noch eine Menge anderer Sachen zu tun, zum Beispiel Informationen sammeln und Interviews führen“, ergänzte er.
Beim Thema Sport kam wie zu erwarten der Fußball zur Sprache. Hier waren vor allem die Jungs der Klasse von Daniela Dautermann am Zuge: „Wieviel bezahlen Sie, wenn Sie ins Stadion gehen?“ Die Schüler erfuhren, Reporter kommen kostenlos zum Arbeitsplatz im Stadion, müssen sich aber speziell bei den Vereinen anmelden. „Wer die passende Erlaubnis erhält, darf sogar vor die Spielerkabinen“, erläuterte Eberhard.
Nächste Woche werden die Schüler dann beim Besuch im Druckzentrum in Mombach erfahren, wie die fertigen Texte auf das Zeitungspapier kommen.