Blücherschüler wollen alles über die Arbeit in der Redaktion erfahren / Eigene Texte über den Flughafen-Besuch kommen noch

hol. WIESBADEN Gleich vier vierte Klassen der Blücherschule standen gestern auf dem „Besuchsplan“ von Kurier-Redakteurin Anke Hollingshaus. Vier Klassen, die allesamt mitmachen beim Projekt „Schüler lesen Zeitung“ und der Lokalredakteurin jede Menge Fragen stellten.
Seit einer Woche lesen Agnes, Felix und Gentian aus der Klasse 4 e schon den Kurier. „Wer entscheidet eigentlich, was in der Zeitung steht“, wollten die drei und ihre Mitschüler wissen. Sie haben erfahren, dass es täglich eine Redaktionskonferenz gibt, in der über die nächste Ausgabe des Kurier gesprochen wird. Außerdem gab’s für die 4 e von Klassenlehrerin Barbara Vey jede Menge Tipps zum Schreiben von Artikeln. Denn am Mittwoch steht ein Besuch der Hundestaffel auf dem Frankfurter Flughafen an. Und darüber wollen die Schüler schreiben.
Auch die 4 a, die bei ihrer Lehrerin Karla Imhof-Schwarz gerade eine Mathearbeit hinter sich gebracht hat, als die Kurier-Frau in der Tür steht, macht mit bei Schüler lesen Zeitung. Mathea und ihre Mitschüler hatten trotz Mathe noch genügend Energie, um Fragen zu stellen. Woher bekommt die Zeitung ihre Informationen? Woher wissen die Redakteure, was in Afrika passiert ist? Die Kinder erfuhren, dass es Presseagenturen gibt, die Nachrichten sammeln und verbreiten. Wie in den anderen Klassen, steht auch bei der 4 a die Sportberichterstattung besonders hoch im Kurs. Und die „Magazin“-Seite lesen die Kinder auch gerne.
Robert, Lorenzo, Joephine und Adelina aus der Klasse 4 d von Regine Klomfass-Hillert hören an diesem Tag, dass die Polizei dem Kurier jeden Tag einen Bericht per E-Mail schickt, in dem schwere Unfälle oder Einbrüche geschildert werden. Und die Kinder erfuhren, dass die Redaktion auswählt, worüber sie berichtet. Ob die Arbeit manchmal langweilig ist, wollen die Schüler wissen und kriegen ein klares Nein zur Antwort, denn eigentlich, berichtet die Redakteurin, weiß sie morgens nie ganz genau, was der Tag alles bringt.
Löcher im Blattrand?
In der Klasse 4 c von Wiete Lehmkühler konnten Leon Marcel, Francesca, Arslan und ihre Mitschüler sich nicht nur über die Arbeit der schreibenden Kurier-Leute informieren, sie lernten auch Paul Müller kennen, der als Fotograf für den Kurier unterwegs ist. Manche aus der 4 c, Lorenz zum Beispiel, interessieren sich auch für den Politikteil der Zeitung und für die lokalen Seiten. Und wollten wissen, wie lange die Kurier-Mannschaft braucht, bis eine Zeitung fertig ist. Länger als einen Tag darf es nicht dauern, denn dann gibt es schon die nächste.
Und hier ist noch eine Info, die die Blücherschüler interessiert hat. Warum hat die Zeitungsseite an ihrem unteren Rand kleine Löcher? Wir haben bei Azmi Külkömür, dem Leiter der Rotation in der Druckerei in Mainz angerufen, wo auch der Kurier gedruckt wird. Die Löcher heißen Punkturen, weiß Azmi. Kleine Nadeln, die das Papier „pieksen“, sorgen dafür, dass die Papierbahn richtig in der Spur bleibt, wenn sie über einen Zylinder transportiert wird.