Auftaktveranstaltung zum Grundschulprojekt „Schüler lesen Zeitung“ in der Anton-Gruner-Schule

Von
Nicola Brauch
Zwei Wochen spannender Unterricht stehen den 55 Schülerinnen und Schülern der Klassen 4a, 4b und 4c der Anton-Gruner-Schule im Bergkirchenviertel nun bevor: Im Rahmen des Grundschulprojekts von „Schüler lesen Zeitung“ wird ihnen 14 Tage lang der Kurier in die Schule geliefert. Sie werden sich im Unterricht mit der Tageszeitung auseinandersetzen, Artikel lesen, den Aufbau der Zeitung kennenlernen, Informationen daraus verarbeiten und auch selbst Artikel verfassen. „Richtig klasse“ finden sie dabei, dass sie die Zeitung nun nicht mehr nur als Unterlage für Malarbeiten im Kunstunterricht verwenden, sondern von nun an auch darin herumstöbern dürfen, was Michelle, Tina, Celine, Jonas, Pit und Gennaro in einem Sketch zum Ausdruck bringen. „Das war bei uns tatsächlich so“, schildern die Lehrerinnen Gisela Heine und Doris Stemmler-Stiehl, „als wir im Kunstunterricht alte Zeitungen als Unterlagen verteilten, begannen die Schüler von allein ganz interessiert darin zu lesen“. Ihre Viertklässler hätten es kaum abwarten können, mit dem Projekt zu beginnen und viele wissen auch schon ganz genau, was sie von der Zeitung erwarten: „Ich möchte etwas über fremde Länder erfahren“, sagt der eine, „Sportergebnisse und Wichtiges aus der ganzen Welt“, wünscht sich die andere, „da kann man lesen, wer mit wem Krieg führt oder Frieden schließt“, weiß ein Dritter.
Bereits vor Projektbeginn haben die Schüler, die an dieser Schule zu 70 Prozent nichtdeutscher Herkunft sind, mit dem Kurier gearbeitet und beim Lesen auch einiges über ihre Heimatländer erfahren, wie sie in einem Länderquiz in der Auftaktveranstaltung beweisen. „Ich muss beim Einkaufen meiner Mutter immer den Kurier mitbringen“, erzählt ein Mädchen und freut sich: „Jetzt kann ich dann immer mitlesen.“