Achtklässler der Karmeliter-Realschule hatten Besuch / WZ-Redakteur informierte

Von
Alexandra Gardiner
Nachdem sich die anfängliche Unruhe gelegt hatte und auch die letzten Zuspätkommer eingetroffen waren, begann der „Unterricht“ der etwas anderen Art: Roland Keth klärte die Schüler auf anschauliche Weise über die wichtigsten Bereiche der Wormser Zeitung, des Verlagswesens und des Journalismus im Allgemeinen auf.
Nachdem ein Film über die „Verlagsgruppe Rhein-Main“ gelaufen war, konnten die Achtklässler dem WZ-Redakteur alle Fragen stellen, die sie zum Thema „Zeitung“ interessieren. So lernten die Schüler beispielsweise, dass Journalisten und Zeitungsfotografen sehr flexibel sein müssen, um den Lesern immer die aktuellsten Informationen liefern zu können. „Da ist die Arbeit manchmal auch um 22 Uhr noch nicht vorbei“, erzählte Keth den aufmerksamen Schülern, die im Laufe des Gesprächs immer mehr Fragen stellten. „Wie lange gibt es die Wormser Zeitung eigentlich schon?“ Mit 231 Jahren Geschichte sei die Wormser Ausgabe die älteste Zeitung der Verlagsgruppe, erläuterte der Zeitungsmann.
Seit sechs Wochen bekommt jeder der Schüler der 8c täglich eine Ausgabe der WZ auf die Schulbank, die dann gemeinsam im Unterricht gelesen, besprochen und analysiert wird.
Ilse Kron-Weber, die Klassenlehrerin, hält viel von dem Projekt: „Die Zeitung wird fachübergreifend in den Unterricht eingebaut. Für den Deutsch-, Sozialkunde- oder auch Kunstunterricht bietet sie unheimlich viel.“ Der Vorteil des Tagesblattes „Wormser Zeitung“ gegenüber den „normalen“ Lehrbüchern sei vor allem die Aktualität der Themen: „Die Schüler sind wirklich daran interessiert, mehr über ihre Umwelt zu erfahren“, erläuterte sie und lobte die Aktion „Schüler lesen Zeitung“, die dank Sponsorenhilfe realisiert werden kann.