Auftakt für „Schüler lesen Zeitung“ / Bemerkenswerte Präsentation

Von
Hans-Willi Blum
Mit einer bemerkenswerten Präsentation hat gestern die Klasse 4 a der Falkenberg-Grundschule in Dienheim (Kreis Mainz-Bingen) das Projekt „Schüler lesen Zeitung“ für das Gebiet Mainz-Oppenheim eröffnet. Bei einer nicht alltäglichen Zeitungsmodenschau wurden Schreibtische zum Laufsteg.
Niklas bahnt sich als genial phantastischer Roboter den Weg zum Laufsteg – und der Aufstieg fällt ihm im ungewohnten Zeitungskostüm gar nicht so leicht. Aber oben auf den aneinander gereihten Schreibtischen angelangt, markiert er dann den „Dicken“, rückt den Dreispitz zurecht und zeigt die massiven Zeitungsmuskeln. Auch seine Klassenkameraden beweisen, welch kreative Vielfalt in einer Zeitung stecken kann. Gefiederte Feuilleton-Hüte werden von Anzeigen-Kleidern begleitet, Wirtschaftsgürtel halten die Hose aus den Nachrichten des Tages.
„Lesen ist für mich eine Schlüsselqualifikation, ohne die sich die Kinder die Welt nicht erschließen können“, erläutert die Lehrerin Jutta Dworschak ihre Motivation, die Klasse für das Projekt anzumelden. „Ich will ihnen mit auf den Weg geben, dass eine Tageszeitung einfach dazu gehört.“
Kein Problem für die Kinder der 4 a: Lars liest immer „verschiedene Sachen in der Zeitung, zum Beispiel Politik“, Björn findet es gut, „wenn ich ein Spiel nicht sehen konnte, kann ich es in der Zeitung nachlesen“ und Lars findet, dass er „aus der Zeitung einfach viel lernen“ kann. Kein Wunder, dass die Grundschüler nach einem gemeinsam gespielten und gesprochenen Gedicht über ein „Großes, keckes Zeitungsblatt“ zu einer gemeinsamen Buchstaben-Collage finden, die den Satz bildet: „Wir lesen Zeitung!“.
Die anwesenden Projektbetreuer der Sponsoren Commerzbank und Sparkasse, Carsten Dorfmann und Wolfgang Iltis, sind angetan von der Präsentation. „Zeitung zu lesen ist einfach gut für die Allgemeinbildung“, steht für Dorfmann fest. Und Iltis schlägt eine Brücke: „Man kann gar nicht früh genug lernen Zeitung zu lesen und mit Geld umzugehen.“ Nur – da sind sich die beiden Öffentlichkeitsarbeiter einig -, die Schule kann Anstöße bieten, der Rest muss von Zuhause kommen.