Wie gefährlich ist der Klimawandel wirklich?

WIESBADEN Ist der Klimawandel noch aufzuhalten, und was können die Verbraucher dazu beitragen?
Niederschlagsarme Sommer mit langen Dürreperioden, schneefreie aber feuchte Winter und eine globale Erwärmung um zwei Grad Celsius bis 2050.
Wenn wir Menschen unsere Treibhausgase ( Methan, CO2) in 50 Jahren nicht um 25 Prozent gesenkt haben, sind die Prognosen düster. Ein Temperaturhoch von +5 Grad Celsius ist bis 2100 nicht auszuschließen.
Die Folgen wären fatal:
– Eine zunehmende Versauerung der Ozeane, dies gefährde das marine Öko- System, da die Säure die Kalkpanzer kleinster Lebewesen, wie Krebse und Schnecken, die am Anfang der Nahrungskette stehen, auflösen.
– Die Himalaja- Gletscher verschwinden völlig, dadurch ist die Wasserversorgung von rund einem Viertel der chinesischen Bevölkerung bedroht.
– Durch die Abschmelzung der Antarktis und des grönländischen Eispanzers sind rund 300 Millionen Menschen an Küstenregionen von Überflutungen bedroht, da der Meeresspiegel bis 2050 um 40 bis 90 cm ansteigen wird. Von Überflutungen betroffen sind dann auch Weltstädte wie Lissabon, New York oder Tokio sowie kleinere Inseln, die unter dem Meeresspiegel liegen, wie die Malediven, auf solchen Inseln leben allein schon 500 000 Menschen.
– In Afrika werden 150 bis 550 Millionen Menschen mehr hungern und 40 bis 60 Millionen mehr an Malaria erkranken.
– 15 bis 40 Prozent der Tierarten drohen auszusterben, wie z. B. der Eisbär, und das Walross, da sie nur auf dem Packeis leben und jagen können, dies aber schmilzt zu früh und bildet sich im Winter erst zu spät, so können sich die Tiere keine ausreichende Fettschicht anfressen.
Was aber viele Klimatologen nicht gut schlafen lässt, ist der Gedanke an das Auftauen der sibirischen und nordamerikanischen Tundraböden. In dem bis zu drei Kilometer dick gefrorenem Boden lagern etwa 400 Milliarden Tonnen Methan. Eine wahre Klimabombe. Wenn die Permafrostböden auftauen und nur ein Bruchteil des Methans freigesetzt wird, steigt die Welttemperatur noch mehr, da Methan weitaus treibhauswirksamer ist als CO2.
So weit, so schlecht: Was also ist zu tun, um die 5 Billionen Euro teure globale Erwärmung abzuschwächen? Als Verbraucher können wir Folgendes tun:
1. Energiesparlampen benutzen.
2. Zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren.
3. Duschen statt baden, denn beim Baden verbraucht man mehr warmes Wasser als beim Duschen.
4. Anstatt Klimaanlage eignet sich auch ein Ventilator.
5. Mülltrennung ist sehr energiesparend.
6.Pflanzen Sie einen Baum, ein Baum wandelt in einem Jahr sechs Kilogramm CO2 in Sauerstoff um.
Den Rest müssen wir der Politik überlassen. Ein wichtiger Schritt ist, die Rekordproduzenten von Treibhausgasen , wie z. B. die USA oder China in das Kyoto-Protokoll mit ein zu beziehen.
Quelle: Spiegel 45/06 und Wikipedia.
Luisa Schonhart, Klasse 8b der Gutenbergschule, Wiesbaden