SCHÜLER LESEN ZEITUNG Achtklässler des Gymnasiums Oberstadt präsentieren bei Frühstück selbst produziertes Video

MAINZ (per). Alle reden durcheinander. Irgendwann wird es „Chefredakteur“ Yunus zu bunt. Er entscheidet: Sport ist wichtiger als der Tag der Deutschen Einheit: „Dann müssen wir auch nicht jeden Promi, der da auftaucht, fotografieren.“ Redaktionskonferenz aus Schüler- Sicht. Die Klasse 8e des Gymnasiums Oberstadt hatte für das „Zeitungsfrühstück“, zu dem die VRM zum Auftakt der Bildungsoffensive „Schüler lesen Zeitung“ zu Brötchen, Kuchen und Obst einlud, ein witziges Video über den Alltag von Redakteuren produziert.

In der anschließenden Fragerunde erfuhren die 25 im Schnitt 13-jährigen Schüler von Redakteurin Petra Jung aus der Mainzer Lokalredaktion unter anderem, dass es bei Konferenzen nicht so chaotisch zugeht wie sich das die Gymnasiasten vielleicht vorstellen.

Neben vielen Fragen zum Arbeitsalltag der Zeitungsredakteure („Arbeiten Sie mehr draußen als drinnen?“, „Wie gehen Sie mit Kritik um?“) wollten die Schüler um Klassenlehrer Oliver Siepmann von den Sponsoren (im Projektgebiet Mainz- Oppenheim sind das die Mainzer Volksbank, die Bauunternehmung Gemünden Ingelheim und die Fraport AG) wissen, welche Projekte diese im Rahmen von „Schüler lesen Zeitung“ anbieten. „Das Thema Finanzen Geld ist total spannend. Wir schicken beispielsweise Referenten in die Schule, die erklären, wofür man ein Konto braucht oder wie Zinsen funktionieren. Auch der Besuch unserer Tresor-Anlage ist immer ein Highlight“, antwortete Barbara Bug-Naumann, Generalbevollmächtigte der Vertriebsleitung der Mainzer Volksbank. Und Katrin Doré von der Bauunternehmung Gemünden machte den Schülern das Angebot, einen Schnupperkurs im Maurerhandwerk zu absolvieren oder Großbaustellen einen Besuch abzustatten. Leselust und Allgemeinbildung fördern, die Medienkompetenz stärken – das sind die Hauptziele von „Schüler lesen Zeitung“. Welche Bedeutung diese Bildungsoffensive für junge Menschen hat, fasste Katrin Doré zusammen: „Unsere Auszubildenden brauchen Allgemeinbildung. Es ist uns wichtig, dass junge Menschen lernen, mit Medien umzugehen.“

Am Gymnasium Oberstadt jedenfalls tut sich in dieser Hinsicht einiges. Wie Lehrer Oliver Siepmann berichtete, wird die noch junge Schule in naher Zukunft eine eigene Schülerzeitung herausgeben.