FLUGHAFEN Klasse 4f der Pestalozzischule Raunheim zu Gast bei der Airport Security

Von der Klasse 4f der Pestalozzischule Raunheim

FRANKFURT. Die Klasse 4f der Pestalozzischule in Raunheim war mit vielen Fragen im Gepäck zu Besuch am Frankfurter Flughafen. Im Gebäude der Airport Security angekommen, interviewten die 22 Schüler den Amerikaner Larry Hansen. Er ist ausgebildeter Polizist und arbeitet seit 25 Jahren am Flughafen im Bereich der Hundestaffel.

Ausgeprägter Spiel- und Fresstrieb wichtig

„Ich bin Hundeführer geworden, weil ich Tiere liebe und ich es mag, Menschen zu helfen“, sagte Larry Hanson. Seine bei ihm lebende altdeutsche Schäferhündin Cora ist auf die Suche von Bettwanzen spezialisiert. Binnen weniger Sekunden hat Cora eine im Raum versteckte Plastikbox, in der eine Bettwanze war, gefunden. Der Hundeführer entscheidet selbst, welche Hunderasse er auswählt, um einen Hund zu einem Spürhund auszubilden. Die Ausbildung beginnt mit zwölf Monaten und einer Grundausbildung im Gehorsam. Ein Hund kann so lange als Diensthund arbeiten, wie es ihm Spaß macht. Wichtig ist, dass er einen ausgeprägten Spiel- oder Fresstrieb besitzt, um ihn gut trainieren zu können. Bei der Airport Security gibt es vier Hunde, die auf das Auffinden von Bettwanzen spezialisiert sind und sieben Hunde, die Sprengstoff riechen können. „Mein schlimmstes Erlebnis war vor 17 Jahren, als mein Hund Sprengstoff gefunden hat“, erklärte Larry Hanson. Innerhalb von 24 Stunden kann ein Hund viermal arbeiten. Er braucht nach 20 Minuten die erste Pause von einer halben Stunde. Training in spielerischer Form findet täglich statt.

Um bei der Airport Security arbeiten zu können, benötigt man eine dreijährige Ausbildung als Werkschutzfachkraft für Sicherheitsdienste. Die Arbeit findet in drei Schichten statt, so dass man auch nachts arbeiten muss. Zuständig ist man für die Sicherung des Flughafengeländes, den Schutz der Flugzeuge, Mitarbeiter und Passagiere, Aufklärung von Diebstählen, Streitigkeiten oder auch die Aufnahme von Unfällen. Wenn man Hundeführer werden möchte, muss dafür eine Zusatzausbildung gemacht werden. Auf jeden Fall ist das ein sehr interessanter Beruf, der sehr abwechslungsreich ist und bei dem man Menschen helfen kann. Anschließend durfte die Klasse auf das Rollfeld zu den Flugzeugen hinaus und den Mitarbeitern beim Beladen eines Flugzeugs zusehen. Auch ein Cockpit von innen konnten sie genau ansehen. Es war ein Tag voller Höhepunkte, der mit einem leckeren Menü endete, das alle Schüler geschenkt bekommen haben. Vielen Dank dafür!