Die Geschichte des Adventskalenders

WIESBADEN Eine alte Tradition, die jeder kennt. Doch bunte Bilder hinter den 24 Türchen verstecken sich immer weniger.
Was ist schöner in der Adventszeit, als jeden Tag zu seinem Adventskalender zu gehen und dort ein Türchen zu öffnen. Wieder ein Tag weniger bis zum großen Festtag!
Es gibt Adventskalender in den unterschiedlichsten Ausführungen und Formen. Kaum ein Spielzeughersteller lässt es sich nehmen, Kalender mit kleinen Überraschungen zu befüllen, kaum eine Schokoladensorte ist bei den süßen Füllungen nicht vertreten.
Doch im Laufe der Zeit hat sich einiges verändert. Seit 1904 gibt es nun schon den legendären Adventskalender. Jeder kennt ihn. Der erste gedruckte Adventskalender wurde von dem Münchner Verleger Gerhard Lang aus Maulbronn auf den Markt gebracht. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Jeden Tag in der Adventszeit durften die Kinder ein Bild ausschneiden und in ein Feld kleben. Bis in die 1930er Jahre hinein genoss die lithografische Anstalt von Reichold & Lang in München den Ruf, die kunstreichsten und fantasievollsten Werke auf diesem Spezialgebiet herauszugeben.
Seit 1950 gibt es die Schokoladenkalender. In dieser Zeit wurde der Adventskalender zum eigentlichen Massenartikel und dementsprechend günstig verkauft. Erst in einfacher Ausführung mit Figuren aus Schokolade. Von Zeit zu Zeit wurden aus den einfachen Figuren, gefüllte Pralinen oder andere Leckereien. Heutzutage kennt man Adventskalender mit einfachen Schokoladenfiguren oder sogar mit Bildern nur noch sehr wenig. Angesagt sind Kalender mit Spielzeugen oder selbst gebastelte mit kleinen verpackten Geschenken.
Laut einer Umfrage haben 61 von 70 befragten Jugendliche (Alter zwölf bis 14 Jahre) einen oder sogar mehrere selbst gemachte Adventskalender.
Von 1904 bis heute gab es einen großen Wandel der Adventskalender. Aber egal ob mit Bildern, Schokolade in verschiedenen Varianten oder selbst gemachte Kalender, alle verschönern sie einem die Zeit und das Warten auf den großen Tag am 24. Dezember.
Leonie Dopp, Klasse 8e der Gutenbergschule, Wiesbaden