Die Müllabfuhr ist unersetzlich

WIESBADEN Oft macht man Witze über sie, doch ohne sie könnte man nicht leben. Sie haben kein gutes Image, aber sie sind immer am arbeiten und müssen körperlich oftmals schwere Arbeiten verrichten. So früh sind sie schon auf unseren Straße und sammeln unseren Müll ein.
Doch wie fing dies alles an? Im 15. Jahrhundert war es üblich, seinen Müll auf die Straße zu schütten. Es waren sogar menschliche Exkremente auf den Straßen. Der ganze Müll wurde nach der Zeit einfach auf die Felder geschüttet. 1579 legte die Stadt Köln Klage ein. Danach gab es die Müllabfuhr in Deutschland. Es wurde immer mehr und mehr und man ließ sich etwas Neues einfallen. Schließlich kam man auf die Idee, den Müll wie heute üblich zu verbrennen. So entstand im Jahre 1876 in England die erste Müllverbrennungsanlage.
Diese gelangte auch bald nach Deutschland und man hatte damit erheblich weniger Platzprobleme. Als eines Tages auch die Motorisierung kam, ging alles viel schneller und man sparte Arbeitskräfte.
Doch mit dem Fortschritt ging es weiter, und in den 70er Jahren wurde der Altglascontainer mit Erfolg eingeführt. Im Gegensatz, zu zum Beispiel den USA, erkannte man schon früh den Recyclinggedanken und man verschleuderte nicht unnötig die kostbaren Rohstoffe. Mitte der 80er Jahre kamen dann Altpapiercontainer und ab den 90er Jahren Mülltonnen für Verpackungs-Abfall mit dem Grünen Punkt gekennzeichnet und die Bio-Tonne für Sachen wie Unkraut, die nach der Zeit zu Erde werden. Jede Mülltonne wird in der Regel alle zwei Wochen geleert, doch nach Verlangen kann dies auch öfter passieren.
Bei besonderen Ereignissen, wie zur Weihnachtszeit, werden Container aufgestellt, damit die Bürger ihre Bäume entsorgen können, weil der Müllwagen nicht genug Platz hat, um die sperrigen Sachen zu transportieren (dies gilt auch für ausrangierte Möbel).
Die Frage, warum Müllmänner immer Orange tragen, ist leicht zu beantworten: Es ist eine Farbe, die sehr hell und damit auch im Winter zu erkennen ist.
In einem Müllauto sind immer drei Männer: ein Fahrer, einer, der die Tonnen rausstellt und einer, der sie mit Hilfe von Maschinen leert und sie wieder zurückbringt. Oftmals, wenn die Müllabfuhr streikt, herrscht Chaos und die Straßen sehen sehr schlimm aus.
Timo Birnkraut, Klasse 8 der Gutenbergschule, Wiesbaden.