Verkürzung der Schuljahre raubt Freizeit und bringt schwere Ranzen

Donnerstag früh, für die Klasse 7d des Max-Planck-Gymnasiums beginnt ein Neun-Stunden-Tag. Das heißt Schule bis 15.45 Uhr. Es bedeutet auch, dass man Bücher für neun Stunden mitnehmen muss. Seit neuestem gibt es mehr Doppelstunden, damit ist das Problem zwar entschärft, aber nicht gelöst. Noch immer überschreitet das Gewicht des Ranzens bei weitem das Zehntel des Körpergewichtes, das ein Kind tragen dürfte.
Nach der neuen Regelung muss, wer länger als sechs Stunden Unterricht hat, eine Mittagspause bekommen. Das ist schon mal ein echter Fortschritt, aber trotzdem haben die Schüler immer noch den Hintergedanken: Hätten sie keine 45 Minuten lange Essenspause, könnten sie 45 Minuten früher nach Hause.
Wenn die Schüler nach ihrem teilweise langen Heimweg erschöpft zu Hause ankommen, ist der Arbeitstag noch nicht vorbei. Die Hausaufgaben, die man in der Freistunde nicht gemacht hat oder Aufgaben, deren Erledigung man verschoben hatte, muss man auch noch erledigen. Es bleibt also kaum noch Zeit, sich mit Freunden zu treffen oder Sport zu treiben. Und das ist unter „G 8“ nicht nur an Neun-Stunden-Tagen so.
Milena von Heydebreck, 7d