Lehrer beschließen harte Strafe für Achtklässler, die einen Klassenkameraden nötigten

WIESBADEN Pädagogisch richtig oder einfach nur „unfair“? Diese Frage stellten sich jüngst Schüler und Eltern eines Wiesbadener Gymnasiums.
Es begann, nachdem eines der Kinder in Hundekot trat und es schließlich an einem Stuhl in der Klasse abschmierte. Das Exkrement sorgte für viele Witzeleien unter den Schülern. So kam einem von ihnen die Idee, seinen Freund anzustiften die Fäkalien abzulecken. Die anderen schienen begeistert und sammelten Preisgeld. Der Teenager fühlte sich eingeschüchtert und folgte aus Furcht der Anstiftung seiner Mitschüler.
Aufgrund dieses Vorfalls versammelte sich die Lehrerkonferenz und einigte sich auf eine angeblich gerechte Strafe. Alle Beteiligten müssen für eine begrenzte Zeitdauer einmal wöchentlich die Toiletten ihrer Schule putzen. Diese Art von Sanktionierung verursachte kontroverse Diskussionen. Ist die Strafmaßnahme wirklich pädagogisch geeignet? Werden Hygienevorschriften eingehalten? Wer haftet, wenn ein Kind wegen Ekel vor der Strafarbeit erkrankt?
Fakt ist, dass viele Eltern der Betroffenen empört über diese Art der Strafe sind und ihre Kinder davon abhalten werden, die Klos zu reinigen.
Florian Reichenauer, Klasse 8e der Gutenbergschule, Wiesbaden