Bilanz des Leseförderungsprojektes

Von
Andreas Scherer
Allerdings zeigten sich Vertreter der das Projekt tragenden Partner „Promedia“, Allgemeine Zeitung, Boehringer Ingelheim und des Papierunternehmens Norske Skog etwas enttäuscht über die geringe Resonanz von Seiten der Schulen, an der bei Boehringer Ingelheim stattfindenden Abschlussbesprechung teilzunehmen. Im Herbst vergangenen Jahres hatten Jahrgänge der Klassen acht bis zehn von weiterführenden Schulen vier Wochen lang und jetzt im März Grundschulklassen zwei Wochen lang täglich für jeden Schüler eine AZ zur Verfügung gestellt bekommen. Vor allem in den Grundschulklassen, das bestätigten übereinstimmend die anwesenden Lehrerinnen, war das Projekt ein voller Erfolg. „Wir haben uns wie die Großen gefühlt“, zitierte Juliane Erbes von der Schloss-Ardeck-Grundschule in Gau-Algesheim Reaktionen ihrer Schülerschaft. Im täglichen Unterricht habe man zunächst einmal gelernt, wie sich eine Zeitung aufbaut, es wurden neue Schlagzeilen zusammengesetzt sowie Collagen und Diagramme erstellt. Insgesamt habe man „Schüler lesen Zeitung“ nicht allein unter Aspekten des Deutschunterrichtes, sondern auch in Sachkunde und Kunst genutzt.
Marianne Benninghofen von der Grundschule in Monzingen hat täglich sogar zwei Stunden für das Projekt aufgewendet. Die zwei Wochen vorher stattfindenden Lesewochen wurden in ihrer vierten Klasse durch „Schüler lesen Zeitung“ ersetzt. Auch die Eltern seien dabei eingebunden worden. So war es zum Beispiel Teil der Hausaufgaben, interessante Artikel auszusuchen und deren Inhalt in gekürzter Form wiederzugeben.
Auch die Lehrerinnen aus den Schulen in Schwabenheim, Wackernheim, von der Pestalozzischule in Ingelheim und aus Bingen-Dietersheim bestätigten, dass sich die Kinder mit großer Begeisterung an das Medium Zeitung heranführen ließen. Die meisten hätte bedauert, dass das Projekt nach 14 Tagen zu Ende war und keine morgendliche AZ mehr auf ihren Schultischen lag. Allgemein gelobt wurden von den Teilnehmern auch die Arbeitsmaterialien mit den Anregungen, die „Promedia“ eigens für sie zusammengestellt hatte. Da, wo es in Einzelfällen möglich war, den Besuch eines Redakteurs in den Unterricht zu integrieren, sei dies von den Kindern als willkommene Gelegenheit empfunden worden, hautnah Erfahrungen abzufragen. Im Bereich der weiterführenden Schulen waren es die Themen Bildung und Ausbildung, die das Interesse der Schüler weckten. Das galt auch für die Besichtigungen bei Boehringer Ingelheim.
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