SCHÜLER LESEN ZEITUNG

Von Lilo Bogner, Klasse 4b, Grundschule Eich

Australien ist zwanzigmal so groß wie Deutschland, aber es wohnen dort viel weniger Leute. In Australien leben einige Kinder im Outback auf Farmen, die oft hunderte Kilometer weit weg sind von Nachbarn, Orten und von einer richtigen Schule. Zum Glück gibt es für diese Kinder die „School of the Air“. Das ist eine Schule, die zwar auch sehr viele Kilometer weit entfernt liegt, die aber über Satelliten-Internet mit diesen Kindern verbunden ist. Die Lehrer der „School of the Air“ unterrichten in einem leeren Klassenzimmer vor Kameras und Mikrofonen. Die Kinder sitzen zu Hause vor ihrem Computer, aber nicht allein, weil ein Elternteil mit dabeisitzt und ihnen hilft, den Computer zu steuern. Wenn von einem Kind ein besonderer Knopf betätigt wird, dann können auch die weit entfernten Klassenkameraden es hören und sehen. Unterrichtet wird in der „School of the Air“ nur dienstags bis donnerstags. An den anderen Tagen machen die Schüler ihre Hausaufgaben, die sie meistens in einem Paket per Post bekommen. Test und Arbeiten schreiben die Schüler der „School of the Air“ in einem Schulcamp, das mehrere Tage dauert und bei dem Schüler, Eltern und Lehrer dabei sind.

Die School of the Air gibt es schon seit 1951, aber am Anfang wurde der Unterricht nur über Funkgeräte abgehalten. Mit dem Satelliten-Internet ist es aber viel besser, weil die Klassenkameraden und Lehrer sich nicht nur hören, sondern auf den Computern auch sehen können. Heute gibt es 26 dieser Schulen in Australien und 2000 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren werden dort unterrichtet. Ältere Kinder müssen ihren Abschuss auf Internaten machen.