Achtklässler der Realschule stellen Fragen zur Zeitung

Bur. „Wie kommen die Artikel in die Zeitung, woher bekommt überhaupt die Zeitung die ganzen Informationen, wie viel Mitarbeiter arbeiten für die AZ?“ Fragen über Fragen, die der Leiter der Alzeyer Lokalredaktion, Armin Burkart, gestern in der achten Klasse den Schülern an der Realschule Alzey gerne beantwortete.
Die 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse von Lehrerin Margot Stumpf sind Teil jener Gruppe von 400 Schülern im Alzeyer Land, die an dem Projekt der Allgemeinen Zeitung Alzey, „Schüler lesen Zeitung“ teilnehmen, das seit dem 16. März noch bis zum 26. Mai läuft. „Sinn dieser Aktion ist es, die junge Generation wieder stärker an die gedruckten Medien heranzuführen“, sagte Burkart.
Alle Schüler, die an dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“ teilnehmen, erhalten wochentäglich in dem gesamten Projektzeitraum die AZ in der Schule und arbeiten sie im Unterricht durch. Eine von der AZ beauftrage Medienagentur „Promedia“ versorgt die Lehrer zusätzlich mit entsprechendem Unterrichtsmaterial.
Während des gesamten Projektzeitraums ist in der Klasse der Alzeyer Realschule gegen 10 Uhr „Pressefrühstück“. In dieser Zeit sitzen die Schüler während des Unterrichts zusammen, lesen die Zeitung, frühstücken dabei und besprechen mit ihrer Lehrerin, Margot Stumpf, die Inhalte.
Dass dann gestern auch noch Fotograf Axel Schmitz zum Pressefrühstück erschien, freute die Schüler ganz besonders. Dabei hatten sie mit ihrer Lehrerin bei den vorangegangenen Unterrichtseinheiten schon sehr gut vorgearbeitet, und wussten schon um die Unterschiede der verschiedenen Darstellungsformen in der Zeitung. So war den Schülern bereits klar, dass ein Kommentar die Meinung des Kommentators wider gibt und auch deshalb mit dem Namen des Schreibers versehen ist, während ein Bericht die Inhalte und den Ablauf einer Veranstaltung schildert oder es sich bei einer Reportage um eine bebilderte Lesegeschichte handelt, der in aller Regel deutlich mehr Platz im Blatt eingeräumt wird, weil der Schreiber tiefer auf den Sachverhalt und die Personen eingeht. „Fragen stellen ist das wichtigste journalistische Handwerk“, erläuterte Burkart weiter.
Aber die Schüler wollten auch einiges über die Vertriebsstruktur der AZ wissen. So erfuhren sie, dass die Lokalteile dieser Zeitung im rheinhessischen Raum in den Außenredaktionen Alzey, Worms, Bingen, Ingelheim Oppenheim und Mainz von Redakteuren vor Ort gefertigt, währen die Zeitungsseiten in Mainz gebaut werden. Nachdem es sich bei der Allgemeinen Zeitung um eine typische lokale Abozeitung handelt, werden etwa 95 Prozent der Ausgaben täglich direkt an die Leser geliefert. Nur etwa fünf Prozent gehen an den Zeitungskiosken in den freien Verkauf.
Alle Artikel zum Thema sind im Internet unter: www.schueler-lesen-zeitung.de nachzulesen.