Start der sechswöchigen Aktion „Schüler lesen Zeitung“

ssg. INGELHEIM /KIRN Mehr als 1000 Schülerinnen und Schüler von Rhein bis an die Nahe nehmen an dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“ teil. In den nächsten sechs Wochen wird jeden Morgen die Allgemeine Zeitung zum Lerninhalt im Klassenzimmer werden. Offizieller Auftakt für das Verbreitungsgebiet der AZ-Ausgaben, das sich von Oberdiebach am Rhein, Ingelheim am Rhein über Bingen und Bad Kreuznach bis nach Kirn erstreckt, war gestern im Kirner Gymnasium. Dort hieß es morgens um 8 Uhr „Pressekonferenz verkehrt“. Zu Kaffee, Tee, Muffins und der druckfrischen AZ wollten 82 Schüler der 8. Klassen des Gymnasiums – zuerst etwas schüchtern – von den ihnen noch unbekannten Marketing-, Pressevertretern und Öffentlichkeitsexperten wissen, was sie mit dem Medium Zeitung verbindet. Wie auf einer professionellen Pressekonferenz stellte sich jeder Schüler kurz vor, bevor er oder sie die Frage an die Gäste richtete. Die Schüler hatten sich intensiv auf ihr neues Lernmedium vorbereitet und nachdem die anfängliche Zurückhaltung überwunden war, mussten Anke Niewöhner, vom Marketing der Verlagsgruppe Rhein-Main, Markus Hassemer-Blass vom Papierhersteller Norske Skog und Jens Treske, als Vertreter der Sparkasse Rhein-Nahe sowie Sascha Saueressig als Vertreter der Kirner Lokalredaktion zu ihrem Arbeitsalltag und der Bedeutung des Projektes „Schüler lesen Zeitung“ Rede und Antwort stehen.
Maxi etwa interessierte, welche Bedeutung das Projekt für die Organisatoren habe. „Das Wichtigste ist, dass ihr Spaß dabei habt und vielleicht auch eigene Beiträge entwickelt“, erklärt Markus Hassemer-Blass. Den Lesespaß zu wecken, die Lust, sich täglich mit einer Zeitung zu beschäftigen, hebt Anke Niewöhner als erstrebenswert hervor. Während Jens Treske hofft, dass die Schüler die Chance nutzen, Themen, die sie interessieren, aufzugreifen – oder Fragen zu stellen, die sonst nicht gestellt werden. Umweltschutz und Ressourcenknappheit spricht Anna-Marie an und will wissen, wo das Papier herkomme. „Wir legen Wert auf Zertifizierung. Das Holz, das wir kaufen, kommt aus nachhaltiger Bewirtschaftung“, erläutert Hassemer-Blass. Julia interessiert, ob es noch andere Unterstützer des Programms gibt, woraufhin Niewöhner erklärt, dass das Pharmaunternehmen Boehringer das Projekt ebenfalls begleitet. Die Schüler haben auch Fragen zur Zahl der Mitarbeiter im Zeitungsverlag und der Arbeitsweise einer Redaktion. Doch ehe sich die Schüler an ihre ersten eigenen Geschichten machen, wird die Tageszeitung im Unterricht unter die Lupe genommen.