Schüler besuchen den Frankfurter Flughafen

WIESBADEN Die Klasse 8a der IGS Kastellstraße besuchte im Rahmen des Zeitungsprojektes den Frankfurter Flughafen. Die Schüler trafen sich voller Vorfreude um 8.55 Uhr am Bahnhof, um kurze Zeit später mit der S-Bahn nach Frankfurt zu fahren. Sie wurden in der Eingangshalle des Flughafens vom freundlichen Roy Watson begrüßt, der ihnen als erstes die „Regeln“ erklärte. Dann wurde die Klasse zu einem Bus geleitet.
Unser Führer erzählte uns einiges über den Frankfurter Flughafen. Wir erfuhren, dass täglich zwischen 750 und 770 Flugzeuge starten und landen. Watson erzählte uns, dass dort 180 000 Menschen arbeiten und der Flughafen somit der größte Arbeitgeber Deutschlands ist. Diese Zahlen mussten sich die Schüler erst einmal vor Augen führen. Natürlich wurden sie auch kontrolliert und bekamen zu spüren, dass die Sicherheitsmaßnahmen seit dem 11. September verschärft wurden, bevor ihnen die Ehre zuteil wurde, das Rollfeld betreten zu dürfen.
Den Flughafen gibt es seit 1972. Damals nahm man an, dass im Jahr 1990 30 Millionen Menschen jährlich fliegen würden, aber diese Prognose wurde weit übertroffen, sodass 1994 ein zweites Terminal gebaut wurde. Das Wachstum des zweitgrößten Flughafens Europas schreitet so schnell voran, dass 2015 ein drittes Terminal gebaut werden soll.
Der Bus fuhr die Schüler bis aufs Rollfeld, wo sie ausstiegen und sich die riesigen Flugzeuge ansahen. Ihnen wurde erklärt, dass sich landende Flugzeuge an so genannten Taxiways, zu Deutsch Leitlinien, orientieren. Auf diesen gelben Linien fahren Flugzeuge in ihre Standpositionen, wo sie für ihren nächsten Flug innerhalb 90 Minuten fertig gemacht werden. Der Klasse wurde dieser Vorgang anhand einer Gaststätte erklärt, da die Flugzeuge dort be- und entladen, betankt und gewartet werden. Das Betanken funktioniert, indem das Kerosin von Vorratstanks über unterirdische Pipelines auf das Rollfeld geleitet wird, wo es von Pumpenwagen in die Tragflächen des Flugzeugs, die auch als Tank dienen, gepumpt wird.
Roy Watson sagte den Schülern, dass sie ihm schnell folgen sollten, weil er ihnen etwas zeigen wollte. Sie sahen, wie das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, eine Boeing 747 direkt auf sie zu in seine Standposition rollte. Das war das Beeindruckendste, was sie an diesem Tag sahen. Anschließend erklärte unser Führer anhand der Boeing wie ein Triebwerk funktioniert: Die Luft wird eingesaugt, komprimiert und mit verbrennendem Kerosin erhitzt, sodass sie schneller heraus als rein kommt.
Wir durften sogar durch ein Flugzeug laufen, um uns anzusehen, wie es dort aussieht. Das Gewicht lässt sich in drei Drittel aufteilen: Gepäck, Sprit und Passagiere. Dieser Ausflug wird sicher allen im Gedächtnis bleiben.
Jakob Büttner, Klasse 8a der IGS-Kastellstraße, Wiesbaden