Trommeln – ein Projekt im Musikunterricht der IGS-Kastellstraße

WIESBADEN Neulich fiel für einige ausgewählte Schüler aus den Klassen sechs bis neun der Unterricht aus. Stattdessen nahmen sie an einem Kunstprojekt teil, das alljährlich an der IGS durchgeführt wird. In der 3. und 4. Stunde musizierten die Sechs- und Siebtklässler, danach kamen die Acht- und Neuntklässler an die Reihe.
Beim Eintritt in die Aula probten dort bereits drei Männer aus Senegal ein Lied, das die Schülergruppen später nachspielen sollten. Dazu bekam jeder eine Trommel. Herr M. zeigte den Jugendlichen, wie man den „Knoten“ macht. Das war gar nicht so leicht. Dann teilte er die Jugendlichen in zwei Gruppen A und B ein. Die eine war für die Basstöne zuständig, die andere für die Melodie. Ich selbst gehörte in die Gruppe A.
Jetzt begannen wir Schritt für Schritt die Trommeltöne zu erzeugen und zu studieren, wie sich das anhört. Die Schüler und Schülerinnen merkten sich das alles sehr schnell. In den nächsten Tagen wurde für den Auftritt am Freitag geübt. Zunächst fanden wir das etwas peinlich, aber man gewöhnte sich an den Gedanken.
Zwischendurch erklärte uns einer der Musiker das Besondere an den Trommeln. Die Trommeln seien aus afrikanischem Ziegenfell, denn die Haut der deutschen Ziege sei zu schlaff.
Beim Auftritt sollten die Schüler das Lied „Fatu ja“ singen, das ein afrikanisches Liebeslied ist. „Das Lied ist echt ein Ohrwurm“, meinte eine Teilnehmerin.
Der Freitag kam und mit ihm die Aufführung vor den anderen Schülerinnen und Schülern. Zuvor musste noch einmal von den Gruppen geprobt werden. Schließlich füllte sich die Mensa. Anfangs stellten sich die drei Musiker in ihrer traditionellen senegalesischen Landestracht vor, dann waren wir an der Reihe. Unser Trommelspiel und Gesang begann. Das Publikum jubelte und rief nach einer Zugabe, zum Schluss sangen alle mit. Der Auftritt war gelungen, „echt super“.
Bernice Degen, Klasse 8a der IGS-Kastellstraße, Wiesbaden