Karmeliter-Realschülerinnen fragen Stadtoberhaupt nach Aufgaben und Einstellungen

Was bedeutet der Beruf Oberbürgermeister?
Kissel: Unter anderem, dass man als Repräsentant die Stadt vertritt, Chef der Verwaltung und Vorsitzender des Stadtrates ist. Die Aufgaben sind vielseitig. Da ist zum Beispiel die Verantwortung für das Funktionieren des Lebens in der Stadt Worms. Etwa für die Kindergärten (54), Schulen (27), öffentliche Kultureinrichtungen (Museen, Theater, Stadtbibliothek, Jugendmusikschule), Friedhöfe (13), Garten- und Parkanlagen, Erholungsgebiete, Kinderspielplätze (83), Sportplätze (26), zahlreiche Sporthallen, Straßen, Plätze, Wege der Stadt, Denkmäler, Klinikum, Wohnungsbau GmbH Worms, Hafenverwaltung, Flugplatz, Parkhäuser usw. Natürlich wird der Oberbürgermeister dabei von Beigeordneten und vielen kompetenten Mitarbeitern unterstützt.
Was haben Sie für die Stadt Worms erreicht, auf das Sie besonders stolz sind?

Kissel: An der Entwicklung der Stadt sind viele beteiligt, und es ist in den letzten zehn Jahren vieles geschehen: Die Schulpolitik wurde weiter entwickelt, mit den NibelungenFestspielen wurde ein positives Image geschaffen, durch neue Unternehmen wurden Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen, die Grün- und Parkanlagen sind schön gestaltet und unsere Innenstadtentwicklung kommt voran.
Interview
Was haben Sie in Zukunft für Worms geplant?
Kissel: Ich will wirtschaftliche Unternehmen für den Standort Worms gewinnen, die Modernisierung der Innenstadt fortsetzen und die Familienfreundlichkeit ausbauen.
Was kann man gegen Ausländerfeindlichkeit tun?
Kissel: Die beste Möglichkeit sind persönliche Begegnungen, miteinander reden.
Was halten Sie von „Alkohol ab 18“?
Kissel: Von Alkohol halte ich nicht viel, in Maßen ist es okay, jedoch sollte man nicht die Kontrolle über sich und das, was und wie viel man trinkt, verlieren. Zu viel Alkohol ist aus meiner Sicht uncool.
Sie haben schon viele Prominente empfangen. Welche waren für Sie am interessantesten?
Kissel: Vladimier Kagan (Möbeldesigner). Er lebt in New York und ist in Worms geboren. Er ist Jude und hat in der Zeit der Nazidiktatur Worms verlassen.
Wie finden Sie „Schüler lesen Zeitung“?
Kissel: Klasse! Es ist gut, wenn Schüler so früh wie möglich Zeitung lesen, damit sie wissen, was in ihrer Heimatstadt passiert.