Redakteure diskutieren in der Planck-Klasse 9b im Rahmen von „Schüler lesen Zeitung“

Die Redakteure Susanne Wildmeister und Hans-Jürgen Schlicht besuchten die Klasse gestern im Fachunterricht „Politik und Wirtschaft“ (PoWi).
Wie lange arbeiten Redakteure täglich? Wie kommen eigentlich die Texte ins Blatt? Muss ein Sportjournalist im Stadion Eintritt zahlen? Jede Menge Fragen hatten die Schüler an die beiden Medienfachleute.
Die Redakteure gaben Hintergrundinformationen über den Entstehungsprozess der „Main-Spitze“, die mit weiteren 20 Tageszeitungstiteln unter dem Dach der Mainzer Verlagsgruppe Rhein Main mit einer Gesamtauflage von rund 220 000 Zeitungen erscheint. Dabei erfuhren die Gymnasiasten unter anderem einiges über die täglichen Abläufe in der Redaktion vom Seitenlayout über Blattplanung und Fotoauswahl bis zum nächtlichen Druck und der Auslieferung am frühen Morgen.
Die Lokaljournalistin und der Sportredakteur interessierten sich aber auch für die Erfahrungen ihrer jungen Leser mit der „Main-Spitze“. Während Max vor allem die Schlagzeilen im Politikteil  und die Rubrik „Lexikon“ mit Interesse liest,  will die Raunheimer Schülerin Vivian wirtschaftliche Entwicklungen verfolgen und Neues aus ihrer Stadt erfahren. Überregionale Themen und die große Weltpolitik stehen für Vanessa und Patrick beim Zeitung lesen im Mittelpunkt.
Tim liest die Schlagzeilen und entscheidet dann, ob ihn das Thema interessiert. Oft erwecken auch Fotos seine Aufmerksamkeit. Im Lokalteil picken sich die Schüler  zumeist Themen heraus, zu denen sie persönlich einen direkten Bezug haben. Als Beispiel nennt Vanessa einen Artikel über die eigene Schule. „Sportberichte über die vielen kleinen Vereine interessieren mich nicht“, räumt Selcuk ein.
Andere sehen das nicht so: Jessica würde gerne mehr über Mädchenfußball  und den Erfolg ihres TuS-Teams bei der Kreismeisterschaft lesen, Sebastian mehr über seine Handballmannschaft. Max möchte die für manchen Schülergeschmack zu umfangreiche Sportberichterstattung sogar noch erweitert sehen:  Motorradfahren und Aikido sind seine Leidenschaft. Marc findet „Ehrungsfotos langweilig“, einige seiner Klassenkameraden jedoch waren in der Vergangenheit froh, sich nach sportlichen Erfolgen auf einem solchen Foto in der Tageszeitung wiederzufinden.
Am Ende der „PoWi“-Stunde war den Planck-Schülern vor allem eines klar: Wie breit  gefächert die von unterschiedlichen Interessen geprägte Erwartungshaltung der Leser an ihre Tageszeitung ist – selbst dann, wenn es sich um eine Gruppe gleichaltriger Gymnasiasten handelt.