Von
Kirsten Strasser
„Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei“ – das steht für viele Lehrer, die bei der AZ-Bildungsoffensive „Schüler lesen Zeitung“ 2007 mitgemacht haben, jetzt schon fest. Nach Ende des Projekts in diesem Jahr zogen die Pädagogen beim Abschlussgespräch ein sehr positives Fazit.
„Durch die tägliche Lektüre haben die Kinder ein Gefühl für Sprache entwickelt“, hat etwa Susanne Becker beobachtet, die am Rabanus-Maurus-Gymnasium eine achte Klasse unterrichtet. Das Lesen habe den Schülern viel Spaß gemacht, erzählt die junge Lehrerin. „Und jetzt, wo die Aktion vorbei ist, vermissen sie die Zeitung richtig.“
Sechs Wochen lang wurden rund 30 Schulklassen im Projektgebiet Mainz-Oppenheim mit der täglichen AZ beliefert, die Agentur „Promedia“ stellte Unterrichtsmaterialien zur Verfügung, die Projektpartner Boehringer Ingelheim, Fraport, Sparkasse, Commerzbank und Norske Skog luden zu Vor-Ort-Terminen ein – und die Lehrer machten das Beste draus. „Wir haben das Zeitungsprojekt im Deutschunterricht, in Sozialkunde und in Erdkunde verwenden können“, ist nicht nur Gisela Krüger-Becker von der Theodor-Heuss-Schule sehr angetan. Ein paar Monate zuvor hatten auch Grundschüler in einem zweiwöchigen Projektzeitraum die Gelegenheit, mit der Tageszeitung Bekanntschaft zu schließen. „Viele Kinder kannten die Zeitung nicht – aber sie haben sich mit viel Neugier an dieses für sie neue Medium herangewagt“, berichtet Birgit König von der Goethe-Grundschule.
Viele Kinder seien auch nach dem Projekt mit der Zeitung in Kontakt geblieben, betonen die Lehrer: „Sie haben verstanden, dass ihnen die Lektüre etwas bringt.“ Grund genug, „Schüler lesen Zeitung“ auch im nächsten Jahr fortzuführen.