UNTERTAUNUS Segelfliegen ist eine außergewöhnliche Sportart. Das bestätigt Alexander Bubenik, stellvertretender Ausbildungsleiter des Aero-Club Nastätten, gern. Das Mindestalter für Flugschüler beträgt 14 Jahre und die Ausbildung wird mit dem Luftfahrerschein abgeschlossen, den man frühestens mit 16 Jahren machen darf. Zunächst fliegt man mit einem ehrenamtlichen Fluglehrer in einem Doppelsitzer, später darf man dann mit Flugauftrag alleine fliegen. Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.
„Segelfliegen ist eine Sportart, die grundsätzlich jedem offen steht.“, so Bubenik zu den Kosten des Fliegens. „Für Flugschüler, die noch zur Schule gehen, haben wir vergünstigte Tarife, sodass sie maximal 70 Euro pro Monat bezahlen müssen, in diesem Preis sind dann alle Kosten, wie Fluggebühren, Versicherungen enthalten.“
Wenn man seine Ausbildung gründlich absolvieren will, sollte man in der Saison, die im April beginnt und im Oktober endet, möglichst jedes Wochenende auf dem Flugplatz sein. Im Winter findet der Theorieunterricht statt.
„Wir sehen es auch gerne, wenn die Schüler uns dann auch in der Werkstatt unterstützen“, so Bubenik weiter. Diejenigen, die sich um die Sicherheit beim Segelfliegen sorgen, können beruhigt sein. Es gab zwar schon kleinere Sachschäden, aber „wir hatten zum Glück noch niemals einen schwereren Unfall“, versicherte Bubenik.
Zwei verschiedene Bauweisen gibt es im Segelflugzeugbau: die modernere Kunststoffbauweise und die ältere Holzbauweise. Ein Segelflugzeug wird mit drei verschiedenen Rudern gesteuert: erstens das Höhenruder, zum variieren der Geschwindigkeit, zweitens das Seitenruder, zum drehen um die Hochachse und drittens das Querruder, zum drehen um die Längsachse. Bei Interesse kann man bei gutem Wetter auf den Segelflugplatz nach Nastätten kommen.
Von Maximilian Karl und Marian Mack, Klasse 8a, Gymnasium Taunusstein