Schüler besuchten den Frankfurter Flughafen / Informationen über das geplante Terminal 3

Wir nahmen an einer Führung zum Thema „Bodenabfertigung eines Flugzeuges – Teamarbeit mit Zeitdruck“ teil. Wir erfuhren dort viel über den Ausbau des Flughafens. Zunächst machten wir eine Vorfeldrundfahrt, wobei uns Roy Watson erklärte, dass es zurzeit auf dem Frankfurter Flughafen alle 40 bis 60 Sekunden ein Flugzeug startet beziehunngsweise landet. Im Fachjargon bedeutet dies, dass alle 40 bis 60 Sekunden eine Bewegung stattfindet.
Die Fraport AG will die momentanen 83 Bewegungen in der Stunde (zwischen 14 und 22 Uhr), bis zum Jahr 2015 auf 120 Bewegungen in der Stunde erhöhen.
Zum Bau des neuen Terminals 3 im Süden des Flughafens hat der Frankfurter Flughafen dem Chemiebetrieb Ticona 650 Millionen Euro gezahlt, damit dieser schließt, wie man auch schon der Presse entnehmen konnte. Nun sollen die Gebäude abgerissen werden, damit das Terminal 3 gebaut werden kann. Zusätzlich zur neuen Bahn werden in Zukunft auch weitere Passagier- und Gepäckanlagen sowie neue Einrichtungen zur Wartung von Flugzeugen benötigt. Dies wurde als endgültige Fassung im November 2002 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Frankfurter Flughafen ist einer der wichtigsten Flughäfen in Europa und das soll auch weiterhin so bleiben, dies ist einer der Gründe, warum das Terminal 3 gebaut werden soll. Die Kapazität der Fluggäste soll von rund 56 Millionen nochmals um 25 Millionen aufgestockt werden. Für den Betrieb dieses neuen Terminals werden voraussichtlich 75 Flugzeug-Abstellpositionen am Gebäude und auf dem Vorfeld sowie die dazugehörigen Rollwege gebaut.
Was die Fachleute Luftverkehrsscheibe nennen, bedeutet, dass der Frankfurter Flughafen hauptsächlich als Station zum Umsteigen genutzt wird (54 Prozent der Passagiere nutzen dies). Damit der Aufenthalt für die Passagiere angenehmer wird, will Fraport noch ein Hotel in die Nähe des Bahnhofes bauen. Die Flugzeuge müssen zu bestimmten Zeiten koordiniert werden, damit die Menschen so schnell wie möglich zu ihrem Ziel gelangen.
Das ist der entscheidende Grund, weshalb Kapazität am Boden benötigt wird.
Der Flughafenausbau wird zu einer Mehrbeschäftigung in einer Größenordnung von etwa 100 000 Arbeitsplätzen führen, dies war noch eine zusätzliche Begründung für den Ausbau. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Menschen im Rhein-Main-Gebiet sind für den Flughafenausbau und nur 29 Prozent dagegen, ergab eine Umfrage. Die Kritik am Fluglärm ist im Vergleich zur 2002 weiter gestiegen, wie 23 Prozent der Befragten empfindet die Lärmbelästigung als „sehr stark oder stark“. Nur 44 Prozent litten nicht unter Fluglärm, 32 Prozent wiederum fühlten sich von Nachtflügen „sehr stark und stark“ gestört. Hier wird es nach dem Ausbau des Flughafens ruhiger werden – Fraport wird ein Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr morgens ermöglichen.
Karolin Maurer und Nathalie Schneider, Klasse 8G1 der Theodor-Fliedner-Schule, Wiesbaden