Erfahrungen mit der „Unterrichtsgarantie plus“ in den Englischstunden

HOFHEIM Ausgefallene Unterrichtsstunden sollen der Vergangenheit angehören – dies ist zumindest das erklärte Ziel der hessischen Landesregierung. Wie aber verhält sich diese Theorie in der Praxis?
Hierzu ein Beispiel aus dem Main-Taunus-Kreis: Der Englisch-Fachlehrer fällt für mehrere Wochen aus. Damit sind wöchentlich vier Fachstunden zu vertreten. Dies erfolgt nicht durch eine einzige Fachkraft, sondern durch eine Vielzahl von Personen, die gerade Zeit haben, eine Stunde in der Klasse zu vertreten. So wird eine Studentin in die Klasse geschickt, die die Aufgabe hat, mit den Themen der vergangenen Fachstunden weiter zu machen. Dies tut sie auch recht gut.
In der nächsten zu vertretenden Stunde kommt ein Fachlehrer in die Klasse, der aber offensichtlich kein Interesse an dieser Aufgabe hat. Er schlägt der Klasse vor, mit ihr ein Vokabelspiel durchzuführen. Da ähnliches in den Vertretungswochen öfter passiert, fällt der Unterricht zwar nicht aus – aber die Stunden werden häufig so vertreten, dass der Lehrstoff nicht vermittelt wird.
Die „Unterrichtsgarantie plus“ sollte so weiter entwickelt werden, dass keine Rückstände einer Klasse zum Lehrplan entstehen.
Simon Pistor, Klasse 8d der Main-Taunus-Schule, Hofheim