Einige Vorurteile und Beobachtungen

Lehrer sind die Götter an der Schule, oder? Lehrer haben eine sehr wichtige Arbeit. Es ist schwierig, mehr als 30 Kinder pro Klasse zu unterrichten und zu fördern. Ein guter Lehrer sollte seine Schüler in ihrem jeweils eigenen Tempo lernen lassen. Er sollte auch verstehen können, wie Kinder denken. Deshalb sollten nur kinderfreundliche und motivierte Menschen diesen Job übernehmen.
Denn viel zu viele Lehrer nehmen den Schülern die Lust am Lernen, indem sie den Unterricht langweilig gestallten oder unfreundlich zu den Schülern sind. Der Frankfurter Professor Udo Rauin jedenfalls hat in einer Studie Lehrer zwölf Jahre lang begleitet und dabei herausgefunden, dass nur 35 Prozent der Lehrer Lust am Unterrichten haben. Die restlichen 65 Prozent suchen sich diesen Job nur aus, weil er gut bezahlt wird (zirka 4 500 Euro Brutto im Monat) und weil er sicher ist.
Viele Eltern meinen, dass die Lehrer zu viel jammern, weil sie angeblich zu viel Stress mit den Schülern und zu viel Arbeit haben. Dafür haben sie aber fast drei Mal so viel Urlaub wie ein Angestellter.
Die Lehrer erwarten von den Schülern, dass sie immer ruhig und voll konzentriert neun Stunden am Tag Leistung erbringen. Und wenn sie das nicht schaffen, werden sie mit noch mehr Hausaufgaben und mit Nachsitzen bestraft. Leider ist es für manche Lehrer egal, ob ihre Schüler den Abschluss schaffen oder nicht. Und genau das zeigt, ob ein Lehrer gut ist. Denn man sagt: Hinter jedem guten Schüler steckt ein guter Lehrer.
Christian Giangozoglu, 7c