SCHÜLER LESEN ZEITUNG 8bR der Parkschule besichtigt Gepäckförderanlage am Flughafen

Von Domenico Kammel

FRANKFURT. Wenn man seinen Koffer am Check-in des Frankfurter Flughafens abgibt, hat dieser vorerst keine eindeutige Identifizierung. Erst nachdem der Koffer gewogen und mit einer Banderole versehen wird, verfügt das System der Gepäckbeförderung über alle notwendigen Informationen, zum Beispiel über das Reiseziel und das Gewicht des Koffers.

Laut Elena Elkhanova von der Fraport AG werden die Gepäckstücke in einer der 20 000 Wannen in die Unterwelt des Flughafens befördert. Unterwegs werden diese geröntgt. Jede Wanne habe einen Barcode. Dieser werde mit dem Barcode des Koffers virtuell verknüpft, damit man bei der automatischen Wannenlesung immer wisse, wo sich das Gepäckstück befindet. Der Koffer fährt durch das etwa 80 Kilometer lange Gepäckschienensystem, in dem täglich circa 80 000 bis 100 000 Koffer zu ihren Flugzeugen transportiert werden. Bei so viel Verkehr könne natürlich auch mal etwas schiefgehen. Doch auch das sei meist kein großes Problem: In der sogenannten Steuerzentrale überwachen Angestellte auf einer riesigen Anzeigentafel das Schienensystem – und das fast rund um die Uhr.

Wenn es zu einem Defekt oder einer Störungsmeldung komme, informierten sie umgehend Techniker, welche zu der Störungsstelle kommen, um diese zu beheben, wie Elkhanova erläutert. Es seien insgesamt circa 200 Techniker zuständig. Bei Verzögerungen könne es dazu kommen, dass ein Koffer das Flugzeug nicht rechtzeitig erreiche und die Gepäckstücke mit einem anderen Flugzeug nachgeschickt werden müssten. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiere, werde der Koffer pünktlich in großen, nummerierten Metallcontainern ins Flugzeug geladen und fliege mit seinen Besitzern in den Urlaub. Warum die Metallcontainer nummeriert sind? Ohne Besitzer darf lauf Elkhanova kein Koffer verreisen. Und in einem zugeordneten Container könne man diesen gegebenenfalls viel schneller finden, falls der Passagier nicht an Bord gehe.