In dem Tasteninstrument steckt ziemlich viel Arbeit

WIESBADEN Jeder kennt es – das wahrscheinlich bekannteste Tasteninstrument der Welt: das Klavier. Doch wenn man es so sieht, ahnt man nicht, wie viel Arbeit in dem Instrument steckt. Im ersten Moment denkt man vielleicht „ist doch nur aus Holz“, doch da irrt man sich gewaltig:
Das ausgesuchte beste Holz wird mehrere Jahre an der frischen Luft getrocknet, damit es elastisch bleibt und doch die Härte behält, die man für gleichbleibende Klangqualität braucht. Ein Fachmann kontrolliert regelmäßig die Qualität des Holzes. Der Resonanzboden, das ist eine Wand im Inneren des Klaviers, erhält seine Wölbung, die entscheidend für den Klang des Instrumentes ist, in der Verleimpresse. Bevor die Saiten aufgezogen werden können, muss der Steg gestochen und mit Stiften versehen werden. Dies erfordert hohes handwerkliches Können und eine ruhige Hand.
In jedem Klavier befinden sich mehr als 200 Saiten, das hängt von der Stärke jedes Modells ab. Die Saiten wird mit Hilfe eines Hämmerchens angeschlagen. Nach diesen Arbeiten wird das Gehäuse umleimt. Nun kann schon bald auf dem Instrument gespielt werden.
Ebenfalls wichtig ist die Mechanik. Sie muss völlig geräuschlos, mit möglichst wenigen Reibungswiderständen funktionieren. Wenn sie diese Forderungen erfüllt, ist eine künstlerische Entfaltung möglich. Nach der Arbeit des Intonateurs, der die Tongebung sowie die Klangfarbe regelt ist, das Klavier fertig.
Natürlich gehören noch viele weitere Arbeitsschritte dazu, um ein Klavier zu bauen. Es dauert etwa drei bis sechs Monate, bis ein Klavier fertig ist, doch danach hat man viele Jahre Freude an ihm.
Luana Grün, Klasse 8e der Gutenbergschule, Wiesbaden