Theater in Gau-Bischofsheim zum Auftakt von „Schüler lesen Zeitung“

Von
Mirca Waldhecker
Zum Auftakt der Veranstaltung „Schüler lesen Zeitung“ an der Astrid-Lindgren-Grundschule wurden die Zeitungen erst einmal zweckentfremdet. Denn um fachgerecht schauspielern zu können, verwendeten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a Zeitungsseiten, um sich angemessen zu „verkleiden“. Zur Aufführung kam eine szenische Gestaltung des Gedichts „Das große, kecke Zeitungsblatt“ von Josef Guggenmoos. Fröhlich raschelten die Kinder mit ihren Zeitungen, um die spielerischen Leistungen ihrer Mitschüler akustisch zu untermalen, dazwischen sagten einzelne die sechs auswendig gelernten Strophen des Gedichtes auf und ebenso viele stellten die Geschichte künstlerisch in der Mitte des Klassenraums dar. Purzelbäume und Radschlagen inbegriffen, als Symbole für die Zeitung, wie sie durch die Straßen wirbelt.
Die Vertreter der Sponsoren und AZ-Redakteur Bernd Funke zeigten sich begeistert vom kurzen Schauspiel und waren im Anschluss umso mehr bereit, die zahlreichen Fragen der Schüler zur Zeitungsproduktion zu beantworten. Woher die AZ weiß, wie das Wetter wird, wollten die Schüler wissen, wie sie Nachricht von Geschehnissen im Ausland erhält, wie Journalisten erfahren, worüber sich Politiker streiten. Oder: „Woher wissen Sie eigentlich, wenn es einen Unfall gegeben hat? Und wie kommen Bilder in die Zeitung?“
„Die Kinder haben sich ausführlich auf die Fragerunde vorbereitet“, erklärte Klassenlehrerin Nora Schulz. „Sie haben nämlich im letzten Jahr schon einmal an der Aktion teilgenommen und wussten diesmal ganz genau, was sie noch wissen wollten.“ Außerdem lesen die kleinen Erwachsenen nun drei Wochen lang tagtäglich die Allgemeine Zeitung, die ihnen direkt an die Schule geliefert wird. Nora Schulz bespricht dann mit ihnen einzelne Artikel und Rubriken, versucht zudem, durch gemeinsames Überlegen herauszufinden, wie das ein oder andere Bild entstanden sein könnte und warum was an welcher Stelle in der Zeitung steht. „Die Kinder freuen sich auch schon sehr auf den Besuch im Druckzentrum Mombach. Sie sind doch sehr neugierig darauf, zu sehen, wie die Zeitung denn nun eigentlich entsteht“, berichtet die Klassenlehrerin von den weiteren Plänen. Dass die Schüler durch das Projekt Lust am Lesen finden, ist schon sicher, wie die eifrigen Schüler klar machten. Denn auch als die Fragestunde eigentlich längst vorüber war, wollten sie den AZ-Redakteur noch lange nicht gehen lassen.
Unterstützt wird das Bildungsprojekt der Verlagsgruppe Rhein Main unter anderem von der Commerzbank, der Sparkasse Mainz und Boehringer Ingelheim.
Pädagogisch wird das Projekt von der Agentur „Promedia“ begleitet, die unter anderem Unterrichtsmaterialien für die Lehrer zur Verfügung stellt.