Alltag im Nahen Osten: Ein Mann, ein Kind, die vor den Trümmern ihres Hauses stehen. Das Foto, das in der AZ abgedruckt war, hat die Schüler tief beeindruckt.
Keine Regeln
Ich sehe einen Vater und ein Kind. Der Vater liegt auf dem Boden und ist hilflos und weint, weil hinter ihm sein Haus zerstört wurde. Doch der Junge ist auf seinem Fahrrad und guckt auf den Boden. Er weiß nicht, was sie machen sollen. Sie haben alles verloren. Es gibt Krieg in diesem Land. Schrecklich, wenn ein Vater vor seinem Sohn auf dem Boden liegt und weint. Warum tut er das? Weil es keine Zukunft für sie gibt, keine Regeln, an die sie sich halten können – jeder macht, was er will. Es sterben Leute, die mit dem Krieg nichts zu tun haben. Es gibt Kinder, die keine Eltern mehr haben, wie sollen sie sich ernähren und verteidigen, wie sollen sie Mama und Papa sagen, dass sie Kummer haben, dass sie Liebe brauchen, dass sie verzweifelt sind, wenn beide doch nicht mehr leben? Der Junge auf dem Fahrrad senkt den Kopf. Sein Vater reagiert nicht mehr.
Sedal Genç
14 Jahre, Klasse 8b, Theodor-Heuss-Schule