Schülerinnen schauten sich im Tierheim um

WIESBADEN Feuchte Nase, Schlappohren und ein glasiger Blick; so empfängt uns Mailo, ein aufgenommener Mischlingshund. „Wir haben nicht nur Haustiere, sondern auch Exoten, wie etwa Affen, Schlangen und Landtiere, wie zum Beispiel Pferde und Kühe“, schildert Frau Schröder. Man könne diese Tiere jedoch nicht lange halten, und deswegen würden sie öfters zum Gnadenhof vermittelt. Der Kasteler Tierpark heißt diese Tiere auch herzlich willkommen. Die seit 18 Jahren dort tätige Dame wird treu von dem zehnjährigen Mischlingshund begleitet. Er gehört zu den Ausnahmen, die im Büro sein dürfen.
Schon im Jahre 1881 wurde der Tierschutzverein gegründet, seit 1955 existiert das Tierheim Wiesbaden. Nur Spenden helfen dem Tierheim zu überleben und sich sogar zu vergrößern. Hilfe vom Staat wird absolut nicht geboten!
In der Zeitung stand, dass der Neubau des Tierheimes teurer war als geplant. Es wurden einige Fehler gemacht, wie zum Beispiel zu kleine Hundezwinger. Frau Schröder meinte: „Es ist nicht so wild, wie die Zeitungen es berichten. Aber so ein Bau muss ja beendet werden und ein neuer Vorstand war sowieso fällig, dieser wird alle vier Jahre gewählt.“
Jetzt geht es den Tieren gut, wie wir drei Berichterstatter es bezeugen können. Doch wir selbst hoffen, dass die Situation noch besser wird. Viele Tiere müssen dort ihr ganzes Leben verbringen, da sich sonst keiner um sie kümmert. Kein Tier, ob alt oder krank, wird abgeschoben. Dieser Fakt führt aber zu Vermittlungsproblemen. Wer in den Verein eintreten will, muss jedes Jahr den Beitrag zahlen, der wie eine Spende eingesetzt wird. Für nur einen gespendeten Euro kann zum Beispiel ein Kilo Trockenfutter angeschafft werden. Die Versorgung eines Hundes oder einer Katze beträgt in etwa 15 Euro pro Tag. Natürlich sind Tierarztkosten teurer. So kostet eine Operation an einem schwer verletzten Tier etwa 400 Euro. Eine große Spende über 15000 Euro könnte dem Tierheim zu einem Röntgengerät verhelfen. Das Heim verbraucht pro Jahr zirka 700 000 bis 800 000 Euro.
Es sind 14 ausgebildete Tierpfleger angestellt, sowie vier Azubis, ein bis zwei Praktikanten, manchmal auch solche, die Sozialdienst ableisten müssen. Helfer sind immer willkommen, jedoch müsste man sich als Mitglied eintragen lassen, vor allem, wenn man gern mit den Hunden „Gassi“ geht. Es wird sogar verlangt, dass die betreffenden Personen zirka dreimal an der Hundeschule teilnehmen, um mit einem Hund richtig umgehen zu können. Ferner müssen die ehrenamtlichen Helfer volljährig sein, aus versicherungstechnischen Gründen. Wer ein Herz für Tiere hat, sollte wenigstens mit finanziellen oder aber auch mit materiellen Spenden helfen.
Tamara Schmey, Dewi Effendy und Gabriela Schneider, Klasse 8b der Elly-Heuss-Schule, Wiesbaden.