Undenheimer Grundschüler besuchen VRM-Druckzentrum in Mainz-Mombach

Von der Klasse 4b
der GGS Undenheim
MAINZ Am Montag, 3. November, war die Klasse 4 b der Gemeinsamen Grundschule Undenheim zu Besuch im Druckzentrum der Verlagsgruppe Rhein-Main in Mainz-Mombach. Mit dabei waren auch die Lehrerin Tanja Marschall und einige Eltern. Freundlich begrüßt wurde die muntere Schar in Mombach von Reinhard Wuntke. Er erzählte den Grundschülern vom Drucken früher und heute: von Johannes Gutenberg, wie er die beweglichen Lettern erfand, und dass bis 1995 im Druckzentrum mit dem Hochdruckverfahren gedruckt wurde.
Dann ging es in einen abgedunkelten Raum, in dem die Druckplatten für das Offsetdruckverfahren hergestellt werden. Die Artikel und Fotos werden täglich per E-Mail an das Druckzentrum geschickt und computergesteuert mit Lasertechnik in die Aluminiumplatten gefräst.
Gewichtige Sache
Das Papier, das zum Drucken gebraucht wird, wird zwei Wochen lang in der Lagerhalle abgestellt, damit es die Temperatur und die Feuchtigkeit der Umgebung annimmt. Eine der großen Papierrolle wiegt 1300 Kilo. Auf einer Rolle sind 22000 Meter Papier. Das normale Zeitungspapier wiegt 45 Gramm pro Quadratmeter.
In der Rotationsmaschine werden die Zeitungen gedruckt. Es können drei Ausgaben gleichzeitig gedruckt werden. Ungefähr 250000 Exemplare der Tageszeitung werden täglich hergestellt. In der Nachtschicht ab 21 Uhr werden diese produziert. Bis 3.30 Uhr müssen alle Ausgaben fertig sein.
Eilige Sache
Auf der Transportkette laufen die fertigen Exemplare zum Versand. Im Versand werden diese zur Weiterverarbeitung vorbereitet. Dort werden die Beilagen hineinsortiert. Danach wird alles in Folie verpackt. Lastwagen liefern die Exemplare an die Zeitungszusteller und Verkaufsstellen. Bis 6 Uhr morgens sind sie beim Abonnenten.
Die Grundschüler kommen zu dem Fazit: „Ein Besuch im Druckhaus ist empfehlenswert, denn es ist sehr interessant zu sehen, wie eine Zeitung entsteht!“