Beim Einkauf schlecht behandelt worden

Von Tamara Atzler
und Tatjana Schulz,
damals Klasse 9b, SGG
BINGEN Nach zehn Minuten unnötiger Wartezeit wurde ich endlich bedient, daran sieht man, dass man uns Kinder und Jugendliche einfach nicht ernst nimmt, egal ob wir fünf oder fünfzehn Jahre alt sind. Mit fünf Jahren sind wir sogar noch niedlich und wenn wir zum Beispiel beim Bäcker in der Reihe übersprungen werden, weisen Erwachsene wenigstens darauf hin, dass dieser „süße kleine Junge“ oder dieser „süße Junge“ vor ihnen drankommt.
Doch wenn wir fünfzehn sind und uns mit einem Freund oder einer Freundin etwas in einem Kaufhaus ansehen, gelten wir als Teenager, die sowieso nichts kaufen und nur da sind um ihre Buswartezeit zu verkürzen. Für viele Verkäuferinnen zählen wir nicht zur potentiellen Kundschaft. Sie lassen uns das oft spüren, indem sie uns unhöflich behandeln oder nicht beachten.
Sie vergessen jedoch, dass wir ebenfalls Konsumenten sind und unser Taschengeld oder erstes selbst verdientes Geld ausgeben. Natürlich handelt es sich dabei um weniger, als Erwachsene zur Verfügung haben, doch genau deshalb überlegen wir uns oft kritischer, wie wir es ausgeben. Und wenn wir in einem Geschäft schlecht behandelt werde, wechseln wir es.
Darum haben wir eine Bitte an alle Verkäuferinnen: Denken Sie das nächste Mal, wenn Sie ein Kind schlecht bedienen, unhöflich sind oder es warten lassen darüber nach, ob sie ihre Geschäfte weiterhin gerne besuchen möchten, wenn sie erwachsen, und somit für Sie die potentielle Kundschaft, sind. Unsere Bitte an die Leser: Dies sind meine Erkenntnisse aus dem Alltag und es wurden bewusst in diesem Artikel keine Ladennamen genannt, da Kinder fast überall benachteiligt werden, darum bitte ich Sie: Achten Sie einmal auf das Verhalten der Verkäuferinnen gegenüber Kindern und Jugendlichen und greifen Sie ein, falls es ungerecht ist! Vielen Dank.
Infos zur Aktion im Internet unter www.schueler-lesen-zeitung.de