Der Hochheimer Markt ist seit mehr als 500 Jahren ein Publikumsmagnet

HOCHHEIM Jedes Jahr im November findet in Hochheim einer der größten Jahrmärkte Deutschlands statt, der Hochheimer Markt. Er hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1484 zurückreicht. Heute stellen auf dem rund 65 000 Quadratmeter großen Marktgelände rund 410 Krammarkthändler ihre Ware aus. Zusätzlich bieten rund 60 Belustigungsgeschäfte ein Angebot für jedermann an und 70 Imbissstände stehen für das leibliche Wohl zur Verfügung.
Außerdem gibt es noch 60 Getränkestände, von denen 40 Weinstände sind, die allesamt aus der Region kommen. Aber auch alle anderen Getränkestände müssen sich vertraglich verpflichten, nur Hochheimer Weine auszuschenken.
Der Grundstein des Marktes ist der Viehmarkt, indem Tiere gekauft sowie angeschaut werden können. Bei den Tierschauen wird die Tendenz der Zucht für das nächste Jahr bekannt gegeben und außerdem eine Kuh als Marktkönigin gekürt. 2006 wäre der Viehmarkt vom zuständigen Veterinär fast abgesagt worden. Auf Grund der Blauzungenkrankheit, die durch eine Mücke aus der Familie der Gnitzen verbreitet wird, die nur vor Sonnenaufgang und bei genügend Wärme fliegen, verbreitet, durften die Aussteller ihr Tiere erst nach Sonnenaufgang herausholen. Doch zwei Bauern hielten sich nicht an die Vorschrift, doch da es zu kalt für den Mückenflug war, konnte er trotzdem stattfinden.
Über dieses Spektakel mit 400 000 Besuchern wacht Kurt Dekoj, der Marktmeister. Er ist einer der wenigen seiner Zunft in Deutschland. Er sorgt mit der Auswahl der 700 Aussteller aus 2 000 Bewerbern für die optimale Mischung – getreu dem Motto „Einkaufen und Vergnügen“.
Frederik Benirschke, Klasse 8e der Main-Taunus-Schule, Hofheim