Viertklässler machen Umfrage zur Leseförderung an Simera-Grundschule

Von
Sascha Saueressig
SIMMERTAL „Wir haben eine Befragung unter unseren Mitschülern durchgeführt“, erzählt Ann-Kathrin. „Genau, wir wollten wissen, wie gut Bücher gelesen worden sind“, sagt Kevin. Die Schüler der Klasse 4a der Simera-Grundschule sitzen im Kreis und sprechen über das Schulprojekt zur Leseförderung und wie sie dies mit der Aktion der Allgemeinen Zeitung „Schüler lesen Zeitung“ verknüpfen können.
„Wir möchten einen Artikel schreiben, um auf die Vorteile des Lesens und unsere guten Erfahrungen hinzuweisen“, sagt Julian. Eric möchte wissen, ob nicht ein Interview ein Ansatz wäre, um das Projekt bekannter zu machen. „Wir lesen täglich zusammen die Zeitung und wollen einen Bericht erstellen, der die Vorteile der Leseförderung vorstellt“, erläutert Klassenlehrerin Marita Setz.
„Am liebsten wäre es uns, wenn das Antolin-Projekt auch nach der Grundschule weitergeht“, sagt der junge Eric. Die Viertklässler sind sich einig, dass das Schulprojekt zur Leseförderung gut für alle Kinder ist – und um dies zu beweisen haben sie eine Umfrage an ihrer Schule gemacht. „Wir haben 100 Kinder befragt“, erzählt Björn. Auch wenn manche Schüler der dritten und vierten Klassen nicht mitmachen wollten oder einige Zweitklässler das Projekt noch gar nicht kannten, 97 von 100 Schülern empfehlen das Projekt weiter.
Ein Ergebnis, das die Viertklässler gerne bekannt machen möchten und das Projekt nach den Sommerferien – dann in den weiterführenden Schulen – fortsetzen wollen. Aber wie es bei allem ist, was Spaß macht – es kostet Geld. Im Zuge der Aktion „Schüler lesen Zeitung“ erforschen die Neun- bis Elfjährigen nun die Grundlagen für eine Strategie, die Erwachsenen von ihrer Lesebegeisterung zu überzeugen und sie für eine Erweiterung des Leseprojektes zu gewinnen. Mit ihrer Umfrage bei den Mitschülern haben sie den ersten Schritt gemacht. Das Ergebnis ist ausgewertet, Balkendiagramme und Prozente errechnet und nun möchten ihre Ergebnisse öffentlichkeitswirksam präsentieren.
Für Julian, der sich sehr fürs Schreiben interessiert, ist sofort klar: „Ein Artikel ist wie ein Aufsatz. Ich darf nicht vom Thema abkommen, soll mich nicht Wiederholen und darf keine Rechtschreibfehler machen. Außerdem soll ich auch noch eine spannende Geschichte schreiben.“
Um diese und andere Informationen zusammenzufassen, führen die Viertklässler ein Zeitungsbuch, bunt gestaltet mit Menschen und Tieren. Ihre Schul-Umfrage zum Leseprojekt darf natürlich nicht fehlen, Texte und Fotos aus der Zeitung, ihre wie für eine Lösegeldforderung ausgeschnittenen Namen oder Geschichten, die den Kindern eingefallen sind, gehören auch dazu.