Schüler der IGS-Kastellstraße besuchten den Frankfurter Flughafen

WIESBADEN Die Klasse 8a von der IGS-Kastellstraße in Wiesbaden hatte im Rahmen eines Zeitungsprojekts die Chance, den Frankfurter Flughafen zu besuchen. Dort angekommen, wurden sie von dem freundlichen Fraport-Mitarbeiter, Herrn Watson, begrüßt. Zunächst erzählte er uns viel Wissenswertes über die Geschichte des Flughafens.
Er ist der zweitgrößte Europas und man kann ihn mit einer Stadt ohne Bürgermeister vergleichen. Es gibt hier mehr als 500 Unternehmen und 70 000 Menschen gehen hier ihrem Beruf nach. Als der Airport nach seiner Umgestaltung 1972 in Betrieb genommen wurde, sagte man schon damals voraus, dass im Jahre 2000 zirka 25 Millionen Passagiere an- und abreisen würden, aber bereits 1990 zählte man rund 30 Millionen Fluggäste. Deshalb erbaute man ein weiteres Terminal, um dem hohen Passagieraufkommen gerecht zu werden, ein drittes befindet sich im Bau.
Um mit einem Bus auf das Vorfeld zu gelangen, wurden wir und unsere Taschen zuerst genau kontrolliert. Das muss so sein, denn nach den Terroranschlägen der letzten Zeit ist eine strenge Überwachung notwendig. Auch die Mitarbeiter müssen dies über sich ergehen lassen.
Endlich erreichten wir das Vorfeld, auf dem wir plötzlich diesen riesigen Flugzeugen gegenüber standen. Auf dem Boden befinden sich gelbe und rote Markierungen, die zeigen, wo man sich ungefährdet aufhalten darf. Die gelben Linien, die so genannten „Taxiways“, dienen den Piloten zur Orientierung, um sicher an die richtige Parkposition zu gelangen. Dies konnte man bei einem hereinkommenden Jumbo-Jet, einer Boeing 747, beobachten. Diese Maschine kann bis zu 500 Fluggäste transportieren, je nach dem wie eng die Bestuhlung ist. Das Gewicht beträgt zirka 300 Tonnen, jeweils ein Drittel für Passagiere, Kerosin und Fracht und Gepäck. Für die Be- bzw. Entladung benötigt das Bodenpersonal 90 Minuten. Das neueste und modernste Flugzeug, das gerade erprobt wird, ist der Airbus 380, in dem etwa 700 Passagiere Platz haben werden.
Herr Watson und ein weiterer Angestellter führten uns auch unter den Bauch eines solchen Riesenvogels und erklärten uns weitere Vorgänge, wie ein Flugzeug gewartet wird. Zum Reinigen und Betanken steht eine besondere Crew bereit, die schnell und umsichtig arbeiten muss. Betankt wird die Maschine mit 22 000 Litern Kerosin, das in die Flügel gepumpt wird. Das hatte kaum jemand von uns gewusst. Interessant zu sehen waren auch die Turbinen, die eine Kraft von 500 Ferraris haben. Kein Wunder, dass sie einen ohrenbetäubenden Lärm verursachen und man sich die Ohren zuhalten muss, wenn man direkt daneben steht.
Von den „Parkplätzen“ der Flugzeuge ging es nun an den Rand des Rollfeldes, von wo aus die Klasse Starts und Landungen beobachten konnte. Jede Minute eine Maschine. Vom Bus aus konnten sie auch eine Wartungshalle sehen, die sechs Jumbos aufnehmen kann. Schließlich durften die Jugendlichen auch durch einen gerade angekommenen Ferienflieger marschieren und das Innenleben betrachten. Danach ging es zurück zum Terminal, wo sie zu einer Stärkung bei McDonald’s eingeladen wurden. Alle waren sich einig – der Besuch am Flughafen hatte sich gelohnt.
Thuy Van Duong, Klasse 8a der IGS-Kastellstraße, Wiesbaden