Junge Reporter können Training mit Anti-Aggressionstrainer gewinnen

Herr Brunner, was erwartet die Schüler beim Coolness-Training?
Brunner: Das ist ganz unterschiedlich, das Training wird individuell auf die Klasse zugeschnitten.
Was ist Schwerpunkt eines Coolness-Trainings?
AZ-Interview
Brunner: Die Schüler sollen erkennen, dass es ganz unterschiedliche Möglichkeiten gibt, mit Konflikten umzugehen – und cool zu bleiben. Sie lernen im Training, nachgeben zu können, ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren.
Sie geben ihnen also Verhaltensweisen an die Hand, wie man sich bei Konflikten richtig verhält?
Brunner: Ich werde nicht sagen: Ihr müsst das so oder so machen. Mir geht es darum, Jugendliche dahin zu führen, dass sie selbst auf Lösungen kommen.
Wie gehen Sie vor?
Brunner: Wie gesagt, das ist unterschiedlich. Es kommt auf das Alter der Jugendlichen an, aber auch auf den Klassenverband. Versteht sich die Klasse gut? Wo gibt es Probleme? Die Jugendlichen dürfen eigene Erfahrungen schildern. Es wird aber auch Rollenspiele geben. Im Endeffekt erreiche ich, dass die Perspektiven wechseln, dass es den Schülern gelingt, sich in andere hineinzuversetzen. Letztlich geht es um die Stärkung der sozialen Kompetenz – die ist außerordentlich wichtig. Jugendliche müssen lernen, ihren eigenen Standpunkt klar zu machen, aber auch andere zu akzeptieren.
Profitiert die ganze Klasse von dem Training?
Brunner: Ja, ein positiver Effekt ist, dass die Klassengemeinschaft zusammen wächst, weil Schüler offener miteinander umgehen.
Das Interview führte Kirsten Strasser