Kemeler Grundschüler berichten von einem erlebnisreichen Ausflug

Von
Alfred Christ
Im vergangenen Jahr hatten die 4. Klassen der Kemeler Schule in Zusammenarbeit mit dem AAR-BOTEN an dem Projekt „Schüler lesen Zeitung“ teilgenommen und seither „…herrscht große Begeisterung am Berichte schreiben. Zudem sind die Schüler äußerst motiviert, weil aus diesem Anlass schon einmal ein Artikel von der Klasse abgedruckt wurde,“ berichtet die stellvertretende Schulleiterin Moog-Weinheimer. Lediglich die „Redaktionskonferenzen“ hätten die Schüler immer ziemlich anstrengend empfunden, aber auch diese Hürde wurde schließlich gemeistert. „Leider verlassen die Schüler jetzt unsere Grundschule in die weiterführenden Schulen, aber das Rüstzeug und den positiven Eindruck nehmen sie mit,“ zeigt sich die engagierte Lehrerin zufrieden. Hier nun der Schüler-Bericht vom Hessenpark-Besuch:
Am 23. Mai stand für die Klassen 4a und 4b der Ausflug ins Freilichtmuseum Hessenpark auf dem Stundenplan. Dort konnte man originalgetreu aufgebaute Fachwerkhäuser betrachten, die 200 Jahre oder sogar noch älter waren. Aus allen Teilen Hessens wurden sie zusammengetragen und hauptsächlich aus Holz und Lehm gebaut.
Nach der langen Fahrt wurde erst einmal gegessen. Danach erklärte man den Kindern wie früher ein Fachwerkhaus gebaut wurde. Beim Fachwerkbau erstellte man zunächst ein Gerüst aus schwerem Eichenholz. Es war wichtig für die Stabilität in den Ecken jeder Wand, Balken quer zu befestigen.
Anschließend sollten alle Schüler mit Hilfe von Bauplänen ein eigenes kleines Fachwerkhaus aufbauen. Jetzt war großes Geschick nötig, denn schließlich sollte ein richtiges Haus aus Holz mit Holznägeln zusammengesteckt werden. Den Kindern stand ein echter Zimmermann zur Seite, der ihnen helfen konnte. Alle hatten viel Spaß. Trotzdem freuten sie sich als der Fachwerkbau endlich fertig war. In der selben Zeit arbeitete die Klasse 4b im Projekt Lehmbau und lernte dabei wie die Fachwerkfächer mit Lehm ausgefüllt wurden. Als alle Arbeiten erledigt waren, durften sich die Kinder den Hessenpark noch genauer ansehen. Es gab dort eine alte Schule, die auch eingerichtet war. Man konnte sogar sehen, wo in den Tischen die Löcher für die Tintenfässer waren. Als sich die Kinder der 4a beim Stadtbrunnen trafen, spielten viele von ihnen „Geldtaucher“ und wurden dabei richtig nass. Bei diesem Spiel handelte es sich darum, die Geldstücke aus dem Brunnen zu holen, die andere zuvor hineingeworfen hatten. Manchen glückte es sogar, und sie kauften sich davon Süßigkeiten. Am Nachmittag mussten alle Kinder wieder Abschied nehmen, um die Heimfahrt nach Kemel anzutreten, wo alle von den Eltern abgeholt wurden.