Porträt der Goldbornschule in Wicker mit 120 Schülern, acht Lehrern und etlichen Schafen

Ein kleines Dorf mit weniger als 5000 Einwohnern hat eine kleine Grundschule, die Goldbornschule in Wicker. 120 Schüler und Schülerinnen besuchen sie. Sogar aus Hochheim-Massenheim kommen täglich Kinder. 1979 wurde das Backsteingebäude fertiggestellt und die alte Goldbornschule wurde zum Haus einer Krabbelgruppe umgewidmet.
Die 120 Schülerinnen und Schüler sind auf sechs Klassen aufgeteilt. Es gibt zwei erste Klassen, eine zweite, zwei dritte Klassen und eine vierte. Acht Lehrer unterrichten hier, sowie ein evangelischer Pfarrer und eine katholische Gemeindereferentin. Es werden mehrere AGs angeboten, zum Beispiel die Chor- und die Garten-AG. Die Teilnahme an einer Computer-AG ist Pflicht und wird halbjährlich angeboten.
In den Pausen ist der große Schulhof voll, aber dennoch sauber. Einen Hofdienst gibt es nicht, da die Kinder ihren Hof sauber halten. Den Müll, der ab und zu liegen bleibt, beseitigt der Hausmeister. Neben zwei Klettergerüsten, einem Bauwagen mit Spielgeräten – zum Beispiel Roller oder Kutschen – und Steinen zum Klettern gibt es einen Schulgarten, der kürzlich erneuert wurde. Der Holzzaun war morsch geworden. Es wurde beschlossen, den Schulgarten frei zu lassen (ohne Zaun). Der Garten wurde somit heller und jetzt passt er auch zum Stil des restlichen Schulhofes. Am Rande des Schulgeländes befindet sich eine Wiese, auf der Schafe leben. Die Goldbornschule hatte ein Schaf bei der Verlosung des „Kerbehammels“ gewonnen und mit der Zeit kamen weitere Schafe hinzu.
Höhepunkt eines Schuljahres ist das Schulfest. Hier gibt es dann Spiele von Schülern für Schüler und Erwachsene wie auch ein Theaterspiel der Chor-AG. Außerdem wird gegrillt und die Schulbetreuung verkauft Sachen, die von Schülern gebastelt wurden.
Den Lehrern an der kleinen Dorfschule macht es Spaß, zu unterrichten. Genauso der Schulsekretärin. Für die Lehrer sind bei den Schülern die Tugenden Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Respekt vor den Erwachsenen wie auch vor den anderen Kindern und, dass niemand ausgegrenzt wird, sehr wichtig. Schüler und Lehrer leben harmonisch zusammen, während ihrer Grundschulzeit.
Arian Müller